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Schimpfen und den Vogel zeigen - so kommunizieren viele täglich im Straßenverkehr. Eher die Ausnahme sind dagegen Schläge ins Gesicht, wie sie ein Autofahrer vom Ehemann einer Fußgängerin einstecken musste.
Schimpfen und den Vogel zeigen - so kommunizieren viele täglich im Straßenverkehr. Eher die Ausnahme sind dagegen Schläge ins Gesicht, wie sie ein Autofahrer vom Ehemann einer Fußgängerin einstecken musste. © PZ-Archiv
29.06.2010

Autofahrer kontra Fußgängerin: Schlag ins Gesicht

PFORZHEIM. Autofahren hat nicht nur etwas mit Kenntnissen über Pedale, Blinker oder Verkehrsregeln zu tun. Autofahren ist auch eine Art der Kommunikation, zum Beispiel dann, wenn man dem bei Gelb bremsenden Vordermann den Vogel zeigen oder langsame Fußgänger auf dem Zebrastreifen verfluchen muss. So richtig übel wird es dann, wenn solche Gesten und verbalen Ausbrüche zu einer handfesten Auseinandersetzung ausarten, wie am Montag gegen 21 Uhr auf der Büchenbronner Straße in Pforzheim. Eine Banalität endet hier mit einem Schlag ins Gesicht.

Ein 22-Jähriger wollte mit seinem Auto im verkehrsberuhigten Bereich der Büchenbronner Straße an einem geparkten Fahrzeug vorbeifahren. Weil gerade an dieser Engstelle eine 34-jährige Frau lief, hielt der 22-Jährige sein Fahrzeug zunächst an. Im Verlauf einer kurzen Unterhaltung gerieten Autofahrer und Fußgängerin in Streit. Der junge Mann fuhr danach mit quietschenden Reifen an der Fußgängerin vorbei. Die 34-Jährige soll dabei gegen das Auto getreten haben.

Der junge Mann hielt darauf hin sein Fahrzeug erneut an, um die Angelegenheit zu regeln. In der Zwischenzeit kam jedoch der Ehemann der Fußgängerin hinzu und schlug dem jungen Fahrer ins Gesicht. Diese eher rustikale Form der Straßenverkehrs-Kommunikation wird nun wohl vor Gericht fortgesetzt werden. Das Polizeirevier Pforzheim-Süd sucht daher noch Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und sich telefonisch unter (07231) 186-5100 melden können. pol