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19.05.2009

Autofahrer müssen auf B 10 mit Engpass rechnen

PFORZHEIM. Die Verkehrsteilnehmer in Pforzheim müssen sich über Monate hinweg auf einen neuen Engpass einstellen: Am Dienstag begannen Bauarbeiten auf der B 10 zwischen Eutingen und dem Heizkraftwerk.

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Es war eine kurze Mitteilung, die die Stadtwerke Ende vergangener Woche veröffentlicht gaben: SWP erneuern Wasser- und Gasversorgungsleitungen in der Eutinger Straße (B 10). Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass diese voraussichtlich Ende September abgeschlossen sind und dass dieser Bereich abschnittsweise nur jeweils einspurig befahrbar sein wird. Die PZ berichtete.

Mancher Autofahrer mag die Notiz übersehen haben und wunderte sich gestern über die neue Baustelle. Denn: Wer beispielsweise im Mäuerach wohnt und bei der Fahrt nach Pforzheim die Umleitungsstrecke für die gesperrte Jahnstraße stadteinwärts über die Altstädter Brücke vermeiden möchte, daher die B 10 wählte, findet nun dort einen weiteren Engpass vor.

Zwei Abschnitte

„Die Zeitplanung erfolgte nicht bei uns, sondern beim Regierungspräsidium in Karlsruhe“, betonte Johannes Rager, Sprecher der Stadtwerke, auf Anfrage. Das Regierungspräsidium sei für die Bundesstraße zuständig und habe die Erneuerung des Fahrbahnbelags veranlasst.

Dafür sind zwei Bauabschnitte – vom Hohwiesenweg bis zur Einmündung nach Eutingen sowie von dort bis zur Enzbrücke – vorgesehen. Die Maßnahme ist für Ende September bis November dieses Jahres terminiert.

Uralte Leitungen

Wie die Stadtwerke dazu feststellen, nutzen sie die Gelegenheit, um Leitungen auszutauschen. Die der Wasserversorgung seien in diesem Bereich über 50 Jahre alt, die für Gas sogar über 80 Jahre. „Wenn wir diese Leitungen nicht jetzt austauschen, hätten wir sie zu einem späteren Zeitpunkt erneuert, dazu wieder eine Baustelle einrichten und den Fahrbahnbelag aufbrechen müssen“, erklärte Rager.

Rund eine Million Euro investieren die Stadtwerke nun für die Erneuerung von 1,3 Kilometern Leitungen zur Wasser- und für 900 Meter zur Gasversorgung. Die Arbeiten dazu erfolgen in Abschnitten mit einer Länge von jeweils rund 400 Metern in der Fahrbahnmitte. In diesen Bereichen steht den Autofahrern daher in beiden Richtungen statt bisher zwei nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung.

Behörde betont Notwendigkeit

Uwe Herzel bestätigte als Sprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe, dass die Stadtwerke lediglich die sich bietende Gelegenheit für die Leitungsarbeiten genutzt hätten. Die von seiner Behörde angesetzten Belagsarbeiten seien notwendig, einfach weil die 20 Jahre alte Straßendecke in schlechtem Zustand sei. „Sie weißt Dellen und Bodenwellen auf“, so Herzel.