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Haben kräftig mit angepackt: die Auszubildenden und Volontäre der PZ beim Ausladen des Mittagessens (Tim Rudeck, Laura Cichecki, der ehrenamtliche Helfer Hans Appel und Christoph Stäbler, von links) oder beim Spüleinsatz in der Küche (Lea Kröning, Constantin Hegel und Carolin Stegh, von links).  Foto: Moritz 

Azubis und Volontäre der PZ packen bei der Vesperkirche mit an: „Menschen in Not“ unterstützt Projekt mit 25.000 Euro

Pforzheim. Um 11 Uhr wird es an diesem Montagmorgen erstmals hektisch in den Räumlichkeiten der Vesperkirche: Das Mittagessen ist soeben angeliefert worden. Jetzt muss jeder Handgriff bei den Helfern an der Essensausgabe sitzen – ehe eine Glocke um 11.15 Uhr den Ansturm auf Linsen, Spätzle und Saiten einläutet.

Für 500 Portionen reicht das Mittagessen mit Nachtisch, sagt Elisabeth Schweizer vom Organisationsteam. Die tatsächliche Nachfrage hat sich bei rund 400 Ausgaben pro Tag eingependelt. „Das sind deutlich weniger Menschen, die das Angebot nutzen, als in den Jahren davor“, weiß Schweizer. „Wie viele Mahlzeiten wir tatsächlich ausgeben, ist von Tag zu Tag unterschiedlich“, so eine Helferin an der Essensaugabe. „Es kommt halt auch immer drauf an, was es gibt.“ Gerade Spaghetti Bolognese komme bei den zahlreichen Gästen besonders gut an. Bevor es diese am heutigen Dienstag aber wieder gibt, steht die schwäbische Hausmannskost an der Tagesordnung, die die Gäste dankend von den zahlreichen Helfern entgegennehmen.

Zu diesen freiwilligen Helfern zählen an diesem Montag auch neun Auszubildende und Volontäre, die dem eingespielten Team unter die Arme greifen und Essen verteilen, Kaffee ausschenken oder in der Spülküche für Teller-Nachschub sorgen.

Dort, hinter den Kulissen der evangelischen Stadtkirche, kommt das schmutzige Geschirr kistenweise an. „Ab 13 Uhr ist hier richtig was los“, sagt Schichtleiter Alfons Piechulek. Er kennt den Ablauf der Vesperkirche gut. Acht Jahre ist er ehrenamtlich dabei und war schon bei der Essensausgabe und beim Raumdienst. Hier beim Spülen fühlt er sich aber besonders wohl: „Da ist immer was zu tun.“

In dieser Arbeit geht auch Helfer Peter Stähle auf, der an diesem Montag mit stoischer Gelassenheit immer und immer wieder die Spülmaschine befüllt. Trotzdem schafft sich der Remchinger zwischendurch Momente, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. „Es ist so schön, zu sehen, mit was für einer Herz- lichkeit die Leute miteinander umgehen“, sagt Stähle. Das Kennenlernen, der Austausch untereinander – das seien die wirklich wichtigen Dinge, die die Vesperkirche ermöglicht.

Christoph Stäbler

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Constantin Hegel 01

Constantin Hegel

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