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Festliche Runde beim Weinkonvent mit Marlene Oehmcke, Heinz Schuller, Gabriele Zinke, Werner Häußermann, Giesela Wiedmann, Jochen Reiner, Ordenskanzler Klaus Meffert und Weinkönigin Isabella Vetter. Seibel
Sie wurden für langjährige Verbundenheit zur Pflege des Weines geehrt: Ingrid Pfirmann, Waldemar und Beate Selzer, Frank-Rüdiger Boehm, Hans Gerstenecker, Renate und Martin Kühnel, (im Hintergrund Klaus Meffert) und Gerhard Alheit (von links)dem für seine fast 30-jährige Kanzlerschaft die Würde des Ehrenobermeisters zuteil wurde. .
18.10.2015

Badischer Weinkonvent: Sie pflegen die Weinkultur

Das gibt hervorragende Weine, dieses Jahr hat alles gepasst!“ Ordenskanzler Klaus Meffert hatte allen Grund, frohgemut in die „Große festliche Probe“ einzuführen, mit der der renommierte Badische Weinkonvent seine Konventualen und Gäste im „Parkhotel“ überraschte.

Bildergalerie: Badischer Weinkonvent im Parkhotel Pforzeim

Im gesellschaftlichen Leben Pforzheims nicht mehr wegzudenken, pflegt seit fast vier Jahrzehnten ein honoriger Kreis vornehmlich Pforzheimer Bürger „die seit Jahrtausenden gewachsene Weinkultur“. Insofern solle diese Feier – so der Ordenskanzler – auch Ausdruck der Anerkennung und Dankbarkeit für „die harte Arbeit der Winzer“ sein; sie waren in diesem Jahr besonders gefordert, wurden durch die extreme sommerliche Hitze doch alle Trauben gleichzeitig reif.

Bevor die „Parkhotel“-Gastronomie mit einem exzellenten Festmenu beeindrucken konnte, präsentierte Isabella Vetter, die Badische Weinkönigin, den Konventualen einen Querschnitt von neun Weinen – vom „Becksteiner Kirchberg“ im nördlichen Tauberfranken bis zum „Hagnauer Sonnenufer“ am südlichen Bodensee. Isabella Vetter – sie macht gerade als Sparkasse-Finanzberaterin Karriere, ist aber dem elterlichen Weingut im Breisgau-Ort Bleichheim engstens verbunden – inszenierte eine Weinreise durch „unser geliebtes Land Baden“. An 200 Tagen ist sie als Weinbotschafterin unterwegs und auch im „Parkhotel“ machte sie den Gästen deutlich: „Nichts macht mit der Landschaft vertrauert als der Wein.“

Und so erlebten die Konventualen denn auch eine Probe, die nicht nur einen vergnüglichen und genussreichen Charakter hatte, sondern in hohem Maße auch informativ war. Denn die Badische Weinkönigin wusste – von einer Bildschirm-Präsentation unterstützt – zu jedem der Weine Hintergründiges zu berichten. Wortreich beschrieb sie die „Orchidea“ von der Sasbacher Roten Halde – „ein ganz toller Spätburgunder, extraktreich und mit dezenten Taninen“ – ebenso wie einen 2013er Riesling vom Durbacher Bienengarten: „Ein toller Essensbegleiter und ein Beispiel dafür, dass manche Weißweine auch mit dem Alter besser werden.“ Als „Creme des Müller-Thurgau“ erkannte sie den Wein vom Hagnauer Sonnenufer mit „seinen unglaublichen Aromen und seiner feinen Klarheit“. Ein 2013er Spätburgunder von der Freiburger Steinmauer war der Vertreter von Badens typischster Rotweinsorte, ein Tuniberg-Wein, „der den Gaumen vollständig ausfüllt und jeden Burgunder neidisch macht“.

Ordenskanzler Klaus Meffert, in Wein-Degustationen geübt, fällte schließlich ein klares Urteil: „Ihre Probe war königlich.“ Begeisternd auch der Beifall der Konventualen, die eine kompetente und charmante Badische Weinkönigin erleben durften.