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Ausgezeichnete Nachwuchsbäcker und Botschafter ihres Handwerks: Innungsobermeister Martin Reinhardt ehrt Maximilian Raisch (Deutscher Meister), Stefanie Schmid sowie Vanessa Barbu (Innungssiegerinnen, von links).  Foto: Ketterl
Ausgezeichnete Nachwuchsbäcker und Botschafter ihres Handwerks: Innungsobermeister Martin Reinhardt ehrt Maximilian Raisch (Deutscher Meister), Stefanie Schmid sowie Vanessa Barbu (Innungssiegerinnen, von links). Foto: Ketterl
16.11.2015

Bäcker gehen Nachwuchssorgen an

Wie kann das Bäckerhandwerk es schaffen, für junge Menschen attraktiver zu sein? Dass diese Frage den Handwerksbetrieben in der Region Nordschwarzwald auf den Nägeln brennt, hat die Generalversammlung gezeigt.

Bei der offenen Diskussion, die Innungsobermeister Martin Reinhardt nach dem Ausfall eines Referenten angesetzt hatte, kristallisierten sich die Nachwuchssorgen neben der Konkurrenz durch Discounter und Supermärkte als zentrales Thema heraus. Die Situation scheint paradox. Das Bäckerhandwerk habe einen guten Ruf, so Reinhardt – und doch gehen die Ausbildungszahlen ebenso zurück wie andernorts. Werbemaßnahmen wie www.innungsbaecker.de, der Film „Back dem Land das Brot“ oder auch der „Tag des Brots“ stießen auf Zuspruch – doch es blieben erhebliche Zweifel, inwiefern sie die Zielgruppe außerhalb des Handwerks erreichen. Auch die mittägliche Suche nach „Deutschlands bestem Bäcker“ mit Starkoch Johann Lafer scheint eher reifere Semester an die Fernseher zu locken.

Im Konferenzsaal der Alfons-Kern-Schule waren einige klare Ansagen zu hören: Das Gehalt der Auszubildenden sei schlicht zu niedrig, die Arbeitszeiten zu lang. Stefanie Schmid, die mit der weiteren Innungssiegerin Vanessa Barbu und dem Deutschen Meister Maximilian Raisch geehrt worden war, bestätigte, dass die Begeisterung unter den Azubis stark schwanke – abhängig von den Bedingungen, die der jeweilige Betrieb biete.