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Sie alle zeigen, was Würm kann: Bei der Ehrung der Sportler im Rahmen des Neujahrsempfangs hatten die Jugendlichen samt Trainern um Ortsvorsteher Rüdiger Nestler (hinten rechts) ihren großen Auftritt in der gut besuchten Würmtalhalle. Foto: Meyer
Sie alle zeigen, was Würm kann: Bei der Ehrung der Sportler im Rahmen des Neujahrsempfangs hatten die Jugendlichen samt Trainern um Ortsvorsteher Rüdiger Nestler (hinten rechts) ihren großen Auftritt in der gut besuchten Würmtalhalle. Foto: Meyer
20.01.2019

Bäder-Misere sorgt für kritische Worte bei Würmer Neujahrsempfang

Pforzheim-Würm. Die harmonischen Einlagen der Big Band „Brandheiß“ der Feuerwehr können an diesem Sonntagvormittag beim Neujahrsempfang in Würm nicht von den kritischen Worten des Ortsvorstehers Rüdiger Nestler ablenken: Er stellt der Stadtverwaltung und ganz besonders Oberbürgermeister Peter Boch ein schlechtes Zeugnis mit Blick auf die Bäder sowie die Jugendarbeit in den Stadtteilen aus.

Wenn die Verwaltung nicht mehrheitsfähige Konzepte ausarbeite, sei das nicht die Schuld des ehrenamtlich arbeitenden Gemeinderats, erklärte er vor rund 240 Gästen aus Würm, der Politik und Wirtschaft.

Enttäuschung über Schließung

Nestler erinnerte an den Gemeinderatsbeschluss für den Neubau des Huchenfelder Bads. Die Verwaltung habe dann das Veto des Regierungspräsidiums zum Anlass genommen, einen schlüssigen Gesamtfinanzplan für dem Haushalt zu entwerfen und den Neubaubeschluss wieder einkassiert. Dann kam die Enttäuschung über die vorzeitige Schließung des Emma-Jaeger Bads und des Huchenfelder Bads und den nicht verabschiedeten Haushalt vor Weihnachten sowie das Festhalten am Kombibad. Familienfreundlichkeit gehe anders. Das zeige sich auch am Beispiel der finanziell gekürzten Mittel für die Jugendarbeit. Die Einsparpläne (80 000 Euro pro Jahr) für die Jugendarbeit in den Stadtteilen kritisierte er dabei besonders. Denn gleichzeitig leiste sich OB Boch und die Mehrheit im Gemeinderat eine Brötchentaste, die weitaus mehr Kosten verursache. Die Busumleitungen wegen der mehrfachen Lecks in der Wasserleitung stellten 2018 ein weiteres Übel für Würm dar. Bis zum Sommer wollen die Stadtwerke ein Konzept vorlegen. Nestler lobte den Gemeinsinn einiger Ehrenamtlicher um Heike Steinbrenner, die die Würmtalhalle für den Empfang mit selbstgetöpferten Schnecken dekoriert hatten.