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03.09.2010

Bärenstarke Verwandlung: Als Plüschbär beim OechsleFestival

Einen Moment lang durfte ich ein Bär sein. Goldi, der Goldstadtbär. Das Pforzheimer Maskottchen, das versucht, auf dem OechsleFestival Menschen glücklich zu machen.

Bildergalerie: Verwandlung zu Goldi auf dem OechsleFestival

Allein der Einstieg in den klobigen Plüschkörper war ein Kraftakt, an dem zwei freundliche Helfer beteiligt waren. Das zusätzliche Gewicht bereitete mir kurzzeitig Probleme: Ich sah nicht nur aus wie ein Fass auf zwei Beinen, ich fühlte mich auch so. Mit vier Tatzen an Händen und Füßen sowie dem mächtigen Bärenkopf auf den Schultern war die Verwandlung abgeschlossen. Ich war Goldi geworden. Nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.

Dank meiner zwei Helfer tapste ich fast blind aufs OechsleFestival und versuchte, Fröhlichkeit zu verbreiten. Ohne recht zu wissen, wem oder warum, winkte ich Menschen nach, die mir ein „Hallo! zu riefen. Das muss irgendwie bärenstark gewesen sein, denn ich war rasch der Blickfang von Jung und Alt. Ich setzte mich an den Tisch einer geselligen Runde und posierte für die Kamera, begrüßte eine ältere Dame per Tatzenschlag und strich einem Kind über dem Kopf.

So schnell ich Goldi liebgewonnen habe, so schnell war mein Auftritt auf dem OechsleFestival wieder vorbei. Meine zwei Helfer führten mich weg und zogen mir das Fell über die Ohren. Was blieb war ein durchgeschwitztes Hemd sowie die Erinnerung an paar goldige Minuten als Bär und Liebling der Massen.  Carsten Cierniak