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Goldi in Bauarbeitermontur und seine Helferinnen Marie Lautenschlager und Jasmin Görgen (von links) überraschen Passanten in der City wie Christina Schneider und Sohnemann Anton (2) mit Valentinsgeschenkchen. Foto: Ketterl
Goldi in Bauarbeitermontur und seine Helferinnen Marie Lautenschlager und Jasmin Görgen (von links) überraschen Passanten in der City wie Christina Schneider und Sohnemann Anton (2) mit Valentinsgeschenkchen. Foto: Ketterl
Einzelhändler Christoph Barton hat die Baustelle direkt vor dem Laden und blickt verhalten optimistisch in die Zukunft: Nicht nur die Bauarbeiter, sondern insbesondere die Bürger seien gefragt, um die Innenstadt wieder aufleben zu lassen. Foto: Ketterl
Einzelhändler Christoph Barton hat die Baustelle direkt vor dem Laden und blickt verhalten optimistisch in die Zukunft: Nicht nur die Bauarbeiter, sondern insbesondere die Bürger seien gefragt, um die Innenstadt wieder aufleben zu lassen. Foto: Ketterl
14.02.2018

Bärig-herzige Baustellenaktion am Valentinstag in der Innenstadt

Pforzheim. Der zweijährige Anton greift zu, dann auch seine Mutter Christina Schneider. Der Junior hält ein herzförmiges Gebäck, sie eine Tulpe in der Hand. Flugs bildet sich eine kleine Menschentraube rund um Goldi, den Goldstadtbären. „Die Leute lachen und haben Freude“, sagt Michael Hertl, beim städtischen Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) zuständig fürs Marketing der großen Dauerbaustelle in der Fußgängerzone, „obwohl der Bagger im Hintergrund nicht wirklich leise ist.“ Die herzig-bärige Überraschung zum Valentinstag ist gelungen.

Die Bummler in der City erleben an diesem Mittwochvormittag den Auftakt von kleineren und größeren Aktionen, die der WSP und die Stadtverwaltung das ganze Jahr über initiieren, um den Umbruch in der Westlichen nicht nur möglichst erträglich, sondern zum Erlebnis zu machen. Goldi in Bauarbeitermontur wird bis zum Spätjahr immer wieder seine Runden drehen und Geschenkchen verteilen. Auch Feste und Veranstaltungen sind geplant.

Die Einzelhändler, die wegen des Dauerbuddelns vor einer Durststrecke stehen, sehen das gerne. Bislang, das zeigt die PZ-Umfrage vor Ort, ist die Stimmung unter den Geschäftsleuten gut – den Umständen entsprechend. Ganz ohne Unannehmlichkeiten geht solch eine einschneidende Maßnahme nicht über die Bühne.

„Es war ruhig“, sagt Matthias Gastiger vom Reformhaus Eden – eines der Geschäfte, vor deren Türen aktuell gebaggert wird. Am 15. Januar war der Startschuss für die Bauarbeiten in der City gefallen. Gastiger registriert „momentan ein relativ niedriges Umsatzniveau“. Allerdings sei noch nicht zu sagen, ob dies auf die Baumaßnahme zurückzuführen sei, sagt Gastiger und verweist auf das lange Zeit „furchtbare Wetter“ und die für den Einzelhandel karge Faschingszeit. Lob ernten die Verantwortlichen der Maßnahme: „Wir können nicht schimpfen.“ Die Zusammenarbeit mit sämtlichen Beteiligten sei „hervorragend“.

Der Reformhauschef betont aber auch, dass die Stadt „noch viel Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung“ leisten müsse. Inzwischen verteidige er als Betroffener die Baustelle gegenüber Kunden, die die Kosten- und Sinnfrage stellten und etwa auf marode Schulen und Bäder verwiesen. Er vermittle dann, dass der Bund 90 Prozent der Gesamtkosten von 2,8 Millionen Euro trage. Und dass die Fußgängerzone nicht nur aufgewertet werde, sondern auch neue Leitungen verlegt würden.

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