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Störungsanfällig: die Erdgas-Tankstelle an der Karlsruher Straße. Foto: PZ-Archiv
Störungsanfällig: die Erdgas-Tankstelle an der Karlsruher Straße. Foto: PZ-Archiv
18.03.2016

Bald endet die Erdgas-Ebbe an der Tankstelle auf Wilferdinger Höhe

Immer wieder ist Erdgas für die PZ ein Thema. Beziehungsweise das ausbleibende Erdgas an der von den Stadtwerken Pforzheim (SWP) betriebenen Tankstelle auf der Wilferdinger Höhe. Wiederholt hat es teils längere Ausfälle gegeben. „Das Maß ist jetzt voll“, sagte ein erzürnter Leser, der auf den Umstand hinwies, in den zurückliegenden Tagen wieder weite Wege zum Tanken in Kauf nehmen zu müssen. SWP-Sprecherin Sonja Kirschner gibt Entwarnung: Ende kommender Woche soll die Erdgas-Säule an der Karlsruher Straße bei der Agip-Tankstelle wieder zur Verfügung stehen.

„Engpass beim Erdgas“, „Erdgas-Tankstelle bleibt ein Problemfall“: Überschriften wie diese hatte die PZ im vergangenen Jahr mehrfach im Blatt. Für den, der wie besagter Leser auf diese Energiequelle setzt, waren und sind das Hiobsbotschaften. Nach Mühlacker, Keltern-Ellmendingen oder Grafenau müsse er ausweichen. „Da soll man ökologisch leben und muss 20 Kilometer oder mehr zurücklegen, wenn man tanken will“, sagt der Mann.

SWP-Sprecherin Kirschner zeigt Verständnis. Es handele sich um eine ältere Anlage, an der immer wieder technische Nachjustierungen nötig seien. Wenn sich Lieferzeiten für bestellte Teile hinzögen, könne es wie in diesem Fall zu mehrere Tage oder gar Wochen andauernden Ausfällen kommen. Bereits Anfang der Woche werde es einen Testbetrieb geben, damit Ende der Woche möglichst zuverlässig wieder Erdgas strömt. Zu den bereits im September 2015 geäußerten Überlegungen der SWP, in eine neue Anlage zu investieren, sei noch keine Entscheidung gefallen. „Wir sind erst einmal froh, dass diese Anlage wieder läuft“, sagt Kirschner. Denn die Tankstelle sei gut ausgelastet. Allerdings vor allem deshalb, weil viele Auswärtige, die auf der A 8 unterwegs sind, die Säule auf der Durchreise nutzen.

Nach einer Erhebung des Landratsamts aus dem vergangenen Jahr waren von 169.000 im Enzkreis zugelassenen Fahrzeugen lediglich 146 nur mit Erdgas unterwegs. Über eine Kombination von Benzin- und Erdgas-Tank verfügten weitere 90 Wagen. Wie bei der E-Mobilität bleibt ein deutlicher Anstieg aus. Anbieter wie die SWP könnten nur die Infrastruktur stellen, sagt Kirschner: „Insgesamt muss die Automobilbranche etwas tun, damit alternative Antriebsmöglichkeiten bei Nutzern durchschlagen.“