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Michael Kiefer . Foto: Ketterl
Michael Kiefer . Foto: Ketterl
09.07.2015

Bande mit China werden immer enger: Junge Asiaten in Pforzheim zu Gast

Pforzheim. Sie drücken die Schulbank. Sie erkunden Stuttgart, das Heidelberger Schloss oder den Wildbader Baumwipfelpfad. Sie lernen das deutsche Berufsleben kennen. Und sie erleben in Gastfamilien den hiesigen Alltag hautnah. Für vier junge Chinesinnen ist derzeit in der Goldstadt jeder Tag ein Abenteuer.

Möglich macht das ein vom Rotary-Club Pforzheim, von der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie von den Unternehmen Witzenmann und Dentaurum gefördertes Austauschprogramm zwischen der Johanna-Wittum-Schule und der Foreign Language School in Nanjing.

„Wir haben bereits fünf wunderbare Tage mit netten, freundlichen Gastfamilien verbracht“, sagt der begleitende Lehrer Wan Qian: „Alles ist einfach perfekt.“

Es waren eben jene Pforzheimer Familien, die am Donnerstag beim Empfang bei der IHK Nordschwarzwald viel Lob ernteten. Die Gastfreundschaft sei ein besonderer Ausdruck der Verbundenheit und verleihe dem Aufenthalt der Jugendlichen eine besondere Qualität, sagte IHK-Präsident Burkhard Thost, der gemeinsam mit dem Lehrer Jürgen Braun dieses zum dritten Mal stattfindende Projekt angestoßen hatte.

Dass der baden-württembergische Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) bereits in Nanjing weilte und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit Kultusminister Andreas Stoch für Oktober eine China-Reise plant, wie Matthias Fölsch vom Regierungspräsidium Karlsruhe berichtete, führt den Stellenwert dieses Brückenschlags vor Augen. Wie Baden-Württemberg sei die 5,5 Millionen Einwohner zählende Metropole Nanjing im Osten Chinas eine erfolgreiche Wirtschaftsregion. Beide verbinde ein Kooperationsvertrag. An 50 Schulen in Baden-Württemberg werde Chinesisch unterrichtet, weitere würden folgen, betonte Fölsch. Die interkulturelle Kompetenz, die die Austauschschüler erwerben, sei da von enormer Bedeutung.

„Es gibt kein Land, mit dem ein Austausch mehr Sinn macht“, bekräftigte Andreas Ruf, Präsident des Rotary-Clubs. Deutschland sei Chinas Partner Nummer 1 in Europa, mit keinem anderen Land in Asien floriere der deutsche Handel so stark.

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