nach oben

Innenstadtring Pforzheim

Der Schloßberg soll aufwärts zur Sackgasse werden.
Der Schloßberg soll aufwärts zur Sackgasse werden. © PZ-Archiv
11.04.2013

Bauarbeiten am Schlossberg gehen in zweite Phase

Pforzheim. Die Bauarbeiten für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) im Bereich Schlossberg / Bahnhofplatz / Lindenstraße gehen voraussichtlich ab 16. April in die Bauphase 2 über. In dieser zweiten Phase werden die südlichen Fahrspuren neu gebaut.

Der Durchgangsverkehr aus westlicher in östlicher Richtung bzw. in der Gegenrichtung wird nun provisorisch auf die bereits fertigen, neuen nördlichen Fahrspuren verlegt. Dies bedeutet für die im Süden des Verkehrsknotenpunktes einmündenden Straßen weitgehende verkehrliche Einschränkungen:

Das Rechtsabbiegen aus westlicher in östlicher Richtung in die Lindenstraße ist nicht mehr möglich – eine Umleitung der B10 / B294 nach Norden und Osten wird ausgeschildert.

Die Einfahrt in den Schlossberg sowohl von Westen (Luisenstraße) als auch von Osten kommend (Nordstadtbrücke oder Lindenstraße) wird nicht mehr möglich sein. Gleiches gilt für die Ausfahrt vom Schloßberg in Richtung Luisenstraße, Lindenstraße oder Nordstadtbrücke. Das heißt also, dass der Schlossberg in dieser 2. Phase zwar aufwärts befahrbar, aber nur als Sackgasse erreichbar ist. Auch der Schulberg ist nur noch als Sackstraße aus Richtung Süden befahrbar. Entsprechende Umleitungsstrecken für die unterbrochenen Fahrbeziehungen werden ausgeschildert.

Die vor dem Gebäude der Stadtbau befindlichen Bushaltestellen entfallen während der Bauphase 2. Die Fahrgäste werden gebeten ersatzweise an der Bahnhofstraße aus- bzw. einzusteigen.

Nach den derzeitigen Planungen sollen die Umbauarbeiten des Verkehrsknotenpunktes im Juni 2013 wie geplant abgeschlossen werden, der nächste Bauauftrag befindet sich aber derzeit schon in der Vergabephase: Mitte des Jahres sollen sich die Tiefbauarbeiten für den eigentlichen Zentralen Omnibusbahnhof zeitlich nahtlos anschließen und für Ende 2013 ist dann der Baubeginn der Überdachung des neuen ZOB geplant.

Der Verkehrsknotenpunkt ist wesentlicher Teil des zukünftigen Innenstadtrings. Er muss darüber hinaus künftig auch so gestaltet sein, dass der geplante, neue ZOB optimal ins städtische Verkehrsnetz eingebunden ist. Daher sind umfangreiche Umbauarbeiten erforderlich. Von den Rund 14 Millionen Euro, die der Neubau des ZOB voraussichtlich insgesamt kosten wird, entfallen ca. 1,8 Millionen Baukosten auf den Bauauftrag der Firma Eurovia. Die Baufirma hatte Anfang November 2012 mit dem Umbau des Verkehrsknotens begonnen.

Was bisher getan wurde

Im November und Dezember 2012 wurden in einer Vorphase bestehende Grün- und Verkehrsinseln asphaltiert, um während der weiteren Bauarbeiten als Ausweichflächen für den Verkehr zu dienen. Umleitungen und Sperrungen für den Verkehr waren in der Vorphase noch nicht erforderlich.

Zum Jahresbeginn 2013 begann die Bauphase 1. Seither werden unter Hochdruck neue Leitungen verlegt und der Umbau der nördlichen Fahrspuren des Knotenpunktes durchgeführt. Der Durchgangsverkehr in Ost-West Richtung und in der Gegenrichtung konnte unter Verlegung der Fahrspuren aufrecht erhalten werden. Zum Teil war die Begrenzung der jeweils zwei Richtungsfahrspuren auf nur eine erforderlich.

Die Zufahrt zum Schloßberg aus östlicher Richtung (von der Nordstadtbrücke bzw. der Lindenstraße kommend), ist mit der derzeit noch laufenden Bauphase 1 nicht mehr möglich. Die Umleitung für den Individualverkehr erfolgt jetzt über die Luisenstraße, Berliner Straße, Goethestraße und Zerrennerstraße/Am Waisenhausplatz. Die Busse fahren über die Bahnhofstraße, Leopoldstraße und Zerrennerstraße.

Generell ist das Befahren des Schloßbergs aufwärts in der jeztigen Phase noch möglich. Die bestehenden Bushaltestellen, die sich im Baufeld der Bauphase 1 befanden, wurden vor Beginn der Arbeiten auf den jetzigen ZOB Mitte verlegt.

Bürgerversammlung

Zu den Themen „Innenstadtentwicklung-Ost“, „Weiterentwicklung des ÖPNV“ und „Innenstadtring-Baustellen 2013“ wird es am 16. April um 19 Uhr eine Bürgerversammlung im CongressCentrum Pforzheim geben.

„Der Masterplan-Prozess hat gezeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mehr Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten wünschen“, so Erster Bürgermeister Roger Heidt. „Diesem Wunsch kommen wir sehr gerne nach“, ergänzt Bürgermeister Alexander Uhlig. Denn mit dem Wissen und der Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger ließen sich oftmals Probleme viel einfacher lösen.

Daher besteht für die Besucherinnen und Besucher nach der Vorstellung der ersten beiden Themen „Innenstadtentwicklung-Ost“ und „Weiterentwicklung des ÖPNV“ jeweils die Möglichkeit, sich auch mit eigenen Anregungen zu Wort zu melden. Das dritte Thema wiederum dient vor allem zur Einstimmung auf die „Baustellensituation 2013 am Innenstadtring“. Aber natürlich sind auch hier Fragen möglich – und erwünscht.

Leserkommentare (0)