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26.08.2009

Baubürgermeister Uhlig hat weitere Kreisel im Sinn

PFORZHEIM. Kreisel gelten nicht nur ihrer Streckenführung zufolge als runde Sache. Der Verkehr fließt schneller als an lästigen Ampeln. Das beweisen mittlerweile 13 solcher Knotenpunkte in Pforzheim. Weitere sollen folgen.

Baubürgermeister Alexander Uhlig ist ein großer Freund des Kreisverkehrs. Nicht von ungefähr stammen elf der 13 Kreisel im Stadtgebiet aus seiner Amtszeit. Drum hat er sich auch nicht lange bitten lassen, als ihn die PZ um einen weiteren Ausblick in Sachen Kreisel bat, und hat zu einer Tour durch Pforzheim eingeladen.

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Die bestehenden Kreisel seien ja schon ganz unterschiedlicher Natur, vom Großkreisel mit Bypass am Kupferhammer, der Unteren Wilferdinger Straße und bei der Agosi bis hin zum kleinen Low-Budget-Provisorium in Huchenfeld sei alles dabei. Der jüngste befindet sich vor der Baustoffhandlung Goldmann. „Ein Anlieger, ein nicht ganz unbedeutender, hat mir gestern gesagt: Er funktuioniert“, sagt Uhlig schmunzelnd.

„Alle funktionieren“

Überhaupt: „Vom Verkehr her funktionieren alle.“ Nur der kleine, wo die Graf-Leutrum-Straße auf die zweite Buckenberg-Auffahrt mündet, der bereitet manchem Autofahrer Sorgen. Weil andere dort recht schnell hinein und teilweise über den Innenkreis fahren. „Aber das ist eine subjektive Wahrnehmung“, erklärt Norbert Bernhard, der Leiter des Grünflächen- und Tiefbauamts. Diese Stelle sei kein Unfallschwerpunkt, es bestehe kein Handlungsbedarf.

Anders als vor dem Hauptfriedhof, wo die Hohenzollernstraße und die Hachelallee in einen Kreisel münden. Der, im Jahr 2002 als Provisorium gebaut, ist bröselig und rissig geworden. Und ein Unfallschwerpunkt zudem (die PZ berichtete). Für rund 650 000 Euro soll 2010 ein endgültiger Kreisverkehr entstehen. Mit besserer Verkehrsführung. Und ohne die mehr als trügerische Sicherheit, die die vermeintlich freie Sicht eines flachen Innenkreisels bietet.

Einen schnelleren Verkehrsfluss soll der noch 2009 vorgesehene Bau einer eigenen Rechtsabbiegespur von der Martin-Niemöller-Straße auf die Kelterstraße (für 138 000 Euro) genauso bringen wie der Kreisel an der Kreuzung Wurmberger/Tiefenbronner Straße (geplante Kosten 450 000 Euro), der für 2010/11 vorgesehen ist.

Lösung im Dreierpack

Noch keine exakten Kosten gibt es für vier weitere Kreisverkehrsplätze: Eine Dreier-Lösung von der Einmündung der Hachelallee auf die Wilhelm-Becker-Straße über die Kreuzung mit der Karlsruher Straße und die Ecke Karlsruher Straße/Kurze Steig. Jeder einzelne dieser Kreisel mit einem Durchmesser von etwa 30 Meter würde knapp eine halbe Million Euro kosten, schätzt Rainer Effenberger, Verkehrsplaner in der Bauverwaltung. Noch keine Kosten kennt man für drei denkbare Kreisel an der viel befahrenen Kreuzung der Unteren Wilferdinger Straße mit der Emil-Strauß-Straße sowie der Kelterstraße mit der Baumann-Brücke und mit der Martin-Niemöller-Straße.

Technisch, das zeigen die Pläne, wäre vieles machbar. Es muss, darauf weisen Uhligs Leute hin, in den Verkehrsentwicklungsplan passen. Und bezahlbar sein. Sonst bleiben díese Kreisel, was sie sind: Studien.