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Stadt (Fünfter von rechts: Baudezernetin Sibylle Schüssler) und SWP haben verstanden: Die Kommunikation mit Anwohnern und Geschäftsleuten – hier an der Christophallee – kann und muss besser werden. Foto: Meyer
Stadt (Fünfter von rechts: Baudezernetin Sibylle Schüssler) und SWP haben verstanden: Die Kommunikation mit Anwohnern und Geschäftsleuten – hier an der Christophallee – kann und muss besser werden. Foto: Meyer
04.09.2017

Baubürgermeisterin Schüssler entschuldigt sich für Baustellen-Ärger

Pforzheim. Mit ihren Nöten alleingelassen hatten sich die Geschäftsleute an der voll gesperrten Christophallee gefühlt. Am Montag nun kam die Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler zum Ortstermin – mit Gefolge. Experten des Grünflächen- und Tiefbauamts (GTA) sowie der Stadtwerke Pforzheim (SWP) erläuterten den Anliegern den Stand der Bauarbeiten.

Schüssler entschuldigte sich für die Beeinträchtigungen und unterbreitete den Betroffenen ein Angebot: Sie könnten in einer Annonce, die die Stadt zum Ende der Maßnahme schalten werde, kostenfrei für sich und ihre jeweiligen Läden oder Dienstleistungen werben.

Nur aus der Zeitung hätten sie von den folgenschweren Maßnahmen vor der eigenen Tür erfahren, bekräftigten am Montag mehrere Anrainer ihre Kritik, die sie in dem PZ-Artikel „Geschäftsleute sind an ihrer Grenze“ vom 30. August erhoben hatten. Es war eben jener Zeitungsbericht, der dieses Treffen zur Folge hatte.

GTA-Projektleiter Uwe Weiss erläuterte etwa, dass die SWP im Juni Versorgungsleitungen eingezogen und die Gehwege früh wieder hergestellt hätten, um die Geschäfte rasch zugänglich zu machen. Die aktuelle Vollsperrung sei aus Gründen des Arbeitsschutzes nötig, weil eine jeweils halbseitige Straßensanierung nicht mehr zulässig sei. In dieser Woche würden Trag- und Binderschicht aufgebracht, in der kommenden Woche folge ein lärmmindernder Asphalt. Am 15. September solle alles fertig und die Christophallee wieder frei sein. „Wir sind voll im Zeitplan“, versicherte Baubürgermeisterin Schüssler.

Peter Günther, SWP-Hauptabteilungsleiter für Netzbau und Netzbetrieb, berichtete, dass Hauseigentümer im Vorfeld angeschrieben worden seien – mit der Bitte, ihre Mieter zu informieren. Auch SWP-Flugblätter seien bei Anliegern eingeworfen worden. Selbst Schüssler räumte jedoch nach Ansicht der Zettel ein, dass diese als Werbung missgedeutet werden könnten. Sie verwies auf eine Pressenotiz zu dieser Baustelle und auf einen Pressetermin im Frühsommer zu sämtlichen anstehenden Baumaßnahmen in der Stadt.

Projektleiter Weiss räumte ein, dass es während der Arbeiten keine weiteren Informationen über einzelne Abschnitte und deren Auswirkungen gegeben habe.

Eben das monierten die Betroffenen.

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