nach oben
Felix hängt den Nuckel an Nagel – beobachtet von Mama Olga. Foto: Frommer
Felix hängt den Nuckel an Nagel – beobachtet von Mama Olga. Foto: Frommer
01.10.2017

Baum voller Schnuller: Aktion von Sparkasse im Wildpark

Pforzheim. Tausche Schnuller gegen Stoffeule: So oder so ähnlich könnte man die sonntägliche Aktion im Wildpark nennen, die die beiden Sparkassenmitarbeiterinnen Christel Dettinger (Pst-Logistik) und Sarah Fiedler (Kreditsachbearbeitung) ehrenamtlich – und mit einem Vorrat von 170 Stoffeulen – begleiteten. Junge Familien waren aufgerufen, mit ihren Kindern, die dem Schnuller-Alter entwachsen sind, in den beliebten Kinderbauerhof des Wildparks zu kommen – und dort die nicht mehr benutzten Schnuller ihrer Kleinen an den „Schnuller-Baum“ zu hängen. Jedes Kind, das sich hier von seinem Schnuller trennte, bekam von Dettinger und Fiedler eine kleine Stoffeule.

Meist wurde die auch freudestrahlend genommen. Außer in einem Fall. Frederik (3) kräht, was die kleinen Lungen so hergeben: „Die Schnullerfee hat mir ein Fahrrad geschenkt!“ Seine erfindungsreichen Eltern hatten die Abgabe seines Schnullers zu einer Art „spätsommerlichen Ostereiersuche“ umfunktioniert, an deren Ende der junge Mann stolz das kleine blaue Kinderfahrrad auf den Faltbollerwagen seiner Eltern lud und die Welt daran lautstark teilhaben ließ. Apropos Faltbollerwagen: Das gleiche graue Gefährt mit Sonnendach begegnete uns am Sonntag bei auffallend vielen jungen Familien – und wird nach übereinstimmender Auskunft der Familienoberhäupter gerade aktuell im Internet angeboten. Aber rasch zurück zu den Schnullern, denn jetzt sind Johnny und Felix (fast zweieinhalb Jahre alt) und Janina und Marc (beide 3) an der Reihe. „Nina macht das“, sagt ihre Mama, „weil ihr Kindergartenkamerad John das auch macht.“ Und Marcs Mutter fügt hinzu: „Wirklich gebraucht hat er den Schnuller ohnehin nicht mehr – höchstens hin und wieder als Einschlafhilfe“. Janina und Marc, verraten die zufriedenen Eltern noch, sind jeweils das älteste Geschwisterkind in ihrer Familie. Es habe ihnen eingeleuchtet, dass der Schnuller „jetzt nur noch etwas für ihre kleineren Geschwister“ sei. Im Gegensatz zu Frederik nahmen sie die Stoffeulen gerne an (und wussten wohl auch nichts von der Möglichkeit, die Eltern um ein Fahrrad zu bemühen). Macht auf alle Fälle vier Schnuller mehr am Schnullerbaum. Und im Vorrat von Christel Dettinger und Sarah Fiedler ruckzuck vier großäugige Kuscheleulen weniger.