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Sie hatten Ende Dezember vor Ort gemeinsam nach Lösungen für die Probleme durch die Dauerbaustelle an der Östlichen gesucht: Karlheinz Jösel (Ordnungsamt), Uwe Körper („US Corner“), Wolfgang Raff (Ordnungsamtsleiter) sowie die Geschäftsleute Frank Steinbrecher, Peter Ferenz und Toni Steinbrecher (von links). Künftig soll noch rascher und effektiver reagiert werden. Foto: PZ-Archiv
Sie hatten Ende Dezember vor Ort gemeinsam nach Lösungen für die Probleme durch die Dauerbaustelle an der Östlichen gesucht: Karlheinz Jösel (Ordnungsamt), Uwe Körper („US Corner“), Wolfgang Raff (Ordnungsamtsleiter) sowie die Geschäftsleute Frank Steinbrecher, Peter Ferenz und Toni Steinbrecher (von links). Künftig soll noch rascher und effektiver reagiert werden. Foto: PZ-Archiv
Jede Lücke wird genutzt – und das soll unbürokratisch möglich sein. Foto: Seibel
Jede Lücke wird genutzt – und das soll unbürokratisch möglich sein. Foto: Seibel
Die Bäckerei Wiskandt lässt ihre Filiale an der „Östlichen“ seltener öffnen. Foto: Seibel
Die Bäckerei Wiskandt lässt ihre Filiale an der „Östlichen“ seltener öffnen. Foto: Seibel
29.12.2016

Baustellen-Ärger: Ordnungsamt will Parknot an der „Östlichen“ lindern

Pforzheim. Ortstermin an der „Östlichen“: Eine bessere Absprache wegen Kurzzeitparken wurde von der Stadtverwaltung zugesagt. Außerdem könnte eine Einbahnstraße umgedreht werden. Ideen gibt es einige, um das Park- und Zufahrtproblem zu verringern.

Da stehen sie nun, morgens kurz nach Ladenöffnung, im kalten Licht des zu Ende gehenden Jahres bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt: Geschäftsleute von der Östlichen Karl-Friedrich-Straße, der Wäschereibetreiber Peter Ferenz, der Inhaber des US Corner, Uwe Körper, und Senior- wie Juniorchef des Musikhauses Steinbrecher. Ihnen allen macht die Baustelle auf der Östlichen, rund 400 Meter lang und davon etwa 200 Meter direkt vor diesen Geschäften, das Leben schwer. Vor allem, seitdem sie wegen Bauverzögerungen nicht wie geplant während der sechswöchigen Winterpause abgeräumt werden konnte und den Geschäftsleuten die Parkmöglichkeiten weiterhin fehlen.

Peter Ferenz sagt klipp und klar: „Mir fehlen 40 bis 50 Prozent meines Umsatzes“. Bleibe die Baustelle, wie er gehört habe, übers planmäßige Fertigstellen Ende März hinaus, müsse er Mitarbeiter entlassen.

Der Leiter des städtischen Ordnungsamts, Wolfgang Raff, sinnt beim Ortstermin auf Abhilfe: Die Handvoll Kurzzeit-Stellplätze an einer vorübergehend stillgelegten Bushaltestelle vor der Wäscherei will er präziser überwachen lassen, so dass nicht – wie von Ferenz geschildert – die Firmen beim Be- und Entladen und kurzzeitig parkende Kunden ein Knöllchen erhalten. Stattdessen soll so gewährleistet werden, dass dort niemand länger als die erlaubten 15 Minuten sein Fahrzeug abstellt und dadurch schon etwas Parkplatz für die Geschäfte geschaffen wird. Bisher verteilte Strafzettel sollen im Einzelfall überprüft weden. Zudem schlägt er den Händlern vor, in all denjenigen frei geräumten Zufahrtsschneisen durch die Baustelle hindurch zu Einfahrten auf der anderen Straßenseite Parkraum zu ermöglichen, die breit genug dafür sind.

Dafür sollen die Geschäftsleute im direkten Kontakt ihre Nachbarn darum bitten, nichts gegen dort abgestellte Autos zu unternehmen, solange diese die Zufahrten nicht blockieren. Und für die Zufahrt der Lieferanten zum Musikhaus Steinbrecher will Raff prüfen lassen, ob die Einbahn-Regelung auf der Forststraße umgedreht werden und dann bergab von der Östlichen zur Gymnasiumstraße verlaufen kann. Die Fläche der ruhenden Baustelle selbst als Parkplatz zu nutzen, wäre indes wiederum ein Thema fürs Tiefbauamt, sagt Raff – und wegen der Verkehrssicherungspflicht gar nicht so ohne weiteres möglich.