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Die Tage der großen Staus sind gezählt: Die Baustelle am Turnplatz soll Ende November fertig sein.
turnplatz © Seibel
17.08.2009

Baustellen-Ärger beim Turnplatz findet früheres Ende

PFORZHEIM. "Wir werden bereits bis Ende November fertig sein und können damit verständlichen Wünschen seitens des Einzelhandels und der IHK nachkommen“, freut sich Erster Bürgermeister Roger Heidt über ein nahes Ende der Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken beim Turnplatz. Er wies allerdings gleichzeitig auf Arbeiten an der Kreuzung Jahn-/Dillsteiner Straße hin, „die zwischen Ende August bis Oktober als sehr intensiv wahrgenommen werden dürften“.

Bereits seit dem 20. Juli ist die Jahnstraße in beiden Richtungen zwischen Turnplatz und Zerrennerstraße befahrbar. Auch hier hätten die Verantwortlichen wie auf dem Turnplatz hervorragende Arbeit geleistet, sagte Heidt. Und mit Beginn dieser Woche geht es bereits Schlag auf Schlag: An der Kreuzung Bleich-/Jahnstraße vor der Bäckerei "Aisenbrey" werden die Stadtwerke zwischen dem 18. und 21. August die Straße wieder herstellen. Das Regenüberlaufbecken als Stauraumkanal ist schon provisorisch funktionsfähig und war bereits mehrfach gefüllt. Die Öffnung der Gustav-Rau-Straße ist zum Ende der Sommerferien vorgesehen. Ab dem 14. September „werden wir rund um den Turnplatz schon wieder weitgehend Normalität haben“, so Rüdiger Prestinari, Werkleiter der Stadtentwässerung Pforzheim.

Der Generalentwässerungsplan und ein Regenüberlaufbecken sind der eigentliche Grund für die Arbeiten rund um den Turnplatz. Was für den normalen Autofahrer als „Stau“ in den vergangenen Monaten sichtbar geworden ist, hat zwischenzeitlich im Untergrund Gestalt angenoimmen. Ein 75 Meter langer Staukanal mit einem Durchmesser von 2,40 Meter liegt heute unterhalb der Kaiser-Friedrich-Straße und speichert bei Niederschlagsereignissen 330.000 Liter verschmutztes Regenwasser.

Seit April 2009 war also mächtig was los rund um den Turnplatz. Doch Heidt kann heute an vielen Stellen Entwarnung geben. "Durch eine ausgezeichnete Baustellenabwicklung" konnte das Ende der gesamten Baumaßnahme auf Ende November vorgezogen werden. „Damit werden wir noch vor Beginn der für den Einzelhandel so wichtigen Weihnachtszeit fertig, für die Innenstadt besteht dann wieder freie Fahrt“, so Heidt.

„Unsere Planungen reichten bis in den Mai 2010 und waren natürlich an vertraglich definierte Abläufe der Firmen angelehnt“, erklärt der Erste Bürgermeister. Doch durch eine Optimierung dieser Abläufe und die Verwendung großer Fertigteilschächte konnte das Bauende vorgezogen werden. Beispielsweise wurden mit dem Einsatz von Autokränen innerhalb von Stunden 140 Tonnen Betonteile für den Beckenüberlauf-Schacht eingebracht. Allein an diesem Teilbauabschnitt wurden rund fünf Wochen gegenüber der ursprünglichen Zeitplanung gespart.

Obgleich nun wichtige Bereiche der Baustelle früher fertig werden, gilt es noch einen Engpass in der Zeit zwischen Ende August bis Oktober zu bestreiten. Es handelt sich um die anstehenden Bauarbeiten in der südlichen Jahnstraße bis zur Kreuzung Jahn-/Dillsteiner Straße. Dabei handelt es sich um Arbeiten für den Neubau eines Abwasserkanals zwischen verschiedenen Schächten und direkt im Bereich der Kreuzung Jahn-/Dillsteiner Straße um Umbauarbeiten an Bauwerken der Abwasserkanalisation.