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Kühles Nass auf trockenem Tuch: Marion Gräßer, Günter Haug, Edeltraud Kroll, Johannes Müller (Zweiter Vorsitzender), Simone Rothfuß, Petra Böse und Jörg Müller (Erster Vorsitzender) sowie Leni Kühn im Planschbecken machen auf das neue Badetuch des Fördervereins Nagoldfreibad Pforzheim aufmerksam.  Foto: Tilo Keller 

Bedruckte Badetücher sind der Renner: Förderverein mit erfrischenden Ideen für das Nagoldfreibad

Pforzheim. Vier planschende Füße im blau schillernden Wasser lassen an eine angenehme Erfrischung denken. Das Motiv auf einem Badetuch lässt viele Pforzheimer an das Nagoldfreibad und den Förderverein Nagoldfreibad Pforzheim denken. Am Samstag hat der Verein neue, bedruckte Badetücher am Ludwigsplatz in Dillweißenstein vorgestellt und über den Vereinsschwimmbetrieb und weitere Aktivitäten des Fördervereins informiert.

„Letztes Jahr hatten wir schon Wasserbälle, die sehr gut ankamen“, erklärte Jörg Müller, Vorsitzender des Fördervereins Nagoldfreibad. Dieses Jahr ist es ein Badetuch mit einem Motiv, das vor wenigen Jahren tatsächlich im Nagoldfreibad entstanden ist. Müller hatte damals die Füße von Carmen Sancho und Marion Gräßer fotografiert. Das Foto kam vor zwei Jahren erstmals zum Einsatz, als das Nagoldbad 80-jähriges Bestehen feierte. Versehen mit dem Fördervereinslogo wurde das Motiv nun auf 200 Badetücher gedruckt. „Die Nachfrage ist gigantisch“, freute sich Müller. „Das überrascht uns selbst.“ Am Infostand des Vereins erfuhren interessierte Passanten, dass es neben den regulären Öffnungszeiten des Bades zusätzlich und exklusiv nur für Vereinsmitglieder einen Vereinsschwimmbetrieb jeweils am Dienstagabend von 17 Uhr bis 20 Uhr, gibt. „Wir sind froh, dass das Bad überhaupt aufgemacht hat“, sagte Müller angesichts der Corona-Auflagen. Allerdings stellten die Vereinsmitglieder verwundert fest, dass für die öffentlichen Badezeiten jeweils nur 200 Karten gekauft werden könnten. Ursprünglich sei man von 350 Badegästen ausgegangen.

Den Badebetrieb am Dienstagabend stemmt der Verein in Eigenregie. Müller freut sich, dass dadurch das Vereinsleben aktiviert wird. Außerdem sieht er es als Lernphase, den Schwimmbetrieb selbst zu organisieren. Unterstützung komme von der DLRG wobei es auch im Verein Rettungsschwimmer gebe. Bereits am ersten Dienstagabend seien trotz Wolken und nur 20 Grad Lufttemperatur 40 Badegäste da gewesen, darunter fünf neue Mitglieder. „Wer das Vereinsschwimmen nutzen will, muss in den Verein eintreten“, erklärte Müller. Für Mitglieder sei dann der Eintritt ins Bad frei. Inzwischen verzeichnet der Verein bereits 350 Mitglieder.

Der Vereinsvorsitzende kündigte die nächste große Aktion im Nagoldfreibad an. „Nachdem wir vor zwei Jahren den Seepferdchen-Weltrekord aufgestellt haben, dachten wir, wir brauchen eine neue Premiere.“ Und so wird es am 5. September den ersten Pforzheimer Poetry-Swim geben. Für die etwas andere Version des Poetry Slam wurden das „Kupferdächle“ und das THW ins Boot geholt. Es wird an dem Abend zwar keinen Badebetrieb geben, stattdessen aber eine schwimmende Bühne und Gummi-Enten des Pforzheimer Duck Race. Zudem werden Musikbeiträge der „Überraschungsgäste“ Hans Draskowitsch und Jörg Augenstein erwartet.