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Spielend lernen die Kinder der Klasse 4a an der Schloßparkschule mit ihrer Lehrerin Laura Dekrell.  Foto: Ketterl
Spielend lernen die Kinder der Klasse 4a an der Schloßparkschule mit ihrer Lehrerin Laura Dekrell. Foto: Ketterl
17.09.2015

Begehrte Sonderschulen: Diese Standortwechsel sind möglich

Vier Tage ist das neue Schuljahr alt. Es sind die ersten vier Tage ohne die Sonderschulpflicht, die die grün-rote Landesregierung im Sommer abgeschafft hat. Nach deren Prognosen droht(e) den Einrichtungen, die sich auf Kinder mit einer Behinderung oder einer Lernschwäche spezialisiert haben, das Ausbluten: Demnach würde deren Schülerzahl um ein Drittel zurückgehen.

Doch diese Befürchtungen oder – je nach Standpunkt – Hoffnungen haben sich nicht bestätigt: Obwohl Eltern nun weitestgehend frei entscheiden dürfen, ob ihr Kind auf eine Sonder- oder eine Regelschule geht, haben sich die entsprechenden Anmeldezahlen in der Region sogar erhöht: von 1965 auf 2042. Klar ist: Die Sonderschulen in Pforzheim und dem Enzkreis sollen erhalten und auch selbstständig bleiben. Denkbar ist nach Angaben der Stadt und des Schulamts jedoch, dass gerade die Pforzheimer Einrichtungen mittelfristig – die Rede ist von ungefähr fünf Jahren – in andere Schulen einziehen. Um die Platznot zu lösen, sind folgende Lösungen möglich:

Schloßparkschule: Die Sprachheilschule könnte in Huchenfeld oder dem künftigen Insel-Campus aufgenommen werden. Möglich ist auch die Integration in die Schanz-, die Südstadtschule oder den heutigen THG-/Hebel-Komplex. Nach einem etwaigen Auszug der Kita könnte sie aber auch an alter Stelle bleiben.

Bohrainschule: Noch wahrscheinlicher ist, dass die Bohrainschule künftig in Schanzschule oder THG/Hebel zu finden ist. Die Schanzschule bringt derzeit gemeinsam mit der Nordstadtschule eine Gemeinschaftsschule auf den Weg und setzt Inklusion bereits um. „Mit der Gustav-Heinemann-Schule- wäre es denkbar, einen Inklusionsschwerpunkt zu bilden, der auch die Kinder mit Lernbehinderung umfasst“, sagt Müller. Fällt die Wahl auf den THG-/Hebel-Komplex, müsste das Hebel weichen. „In Pforzheim sind mehrere gymnasiale Züge in Anmietungen außerhalb des Schulgeländes und in Containerbauten versorgt, diese könnten alle aufgelöst und in ein Schulgebäude gebracht werden“, sagt Müller. Ein Neubau mache „absolut Sinn“, der Standort sei aber noch offen.

Hier stehen also noch einige Entscheidungen aus. Möglich, dass diese am 14. Oktober fallen, wenn der Gemeinderat über die Zukunft der Schulen diskutiert.

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