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Bei diesem Auftritt: jubelte die Menge: Rapper Afrob heizt die Stimmung auf. Foto: Eickhoff
Felix Rogulja-Wagner (Gitarre), Max Abt (Schlagzeug) haben Impovisationsstücke auf die Bühne gebracht. Foto: Eickhoff
Begeisterte Fans in Feierlaune: Das Festival „Easy am Hang“ ließ den Alltag schnell vergessen. Foto: Eickhoff
06.09.2015

Bei Easy am Hang bebt die Bühne – Jugendliche feiern

Der Bass dröhnte in den Ohren. Hände schossen in den Himmel. Die Menge tobte, als der Vollblut Rapper und Hip-Hopper Afrob die Bühne zum Beben brachte. Der Stuttgarter Musiker war der Höhepunkt des Samstagabends beim diesjährigen „Easy am Hang“-Festival in Dillweißenstein.

Ausgerüstet mit Schlafsack, Zelt und wetterfesten Klamotten schleppten sich zahlreiche Festivalbegeisterte den steilen Hang zum Hoheneckplatz am frühen Freitagnachmittag hoch, um kurze Zeit später die Heringe in die Erde zu rammen und ihre Schlafstätten für die nächsten zwei Tage aufzubauen. „Wir sind das erste Mal hier und finden es einfach nur toll.

Wenn es nach uns ginge, dürfte es nicht noch größer werden, sonst ginge die gemütliche Atmosphäre verloren, genau so ist es perfekt“, berichtete eine Gruppe von Campern, die sich aus Calw und Böblingen zusammenfanden. Sie hatten sich in ihrem grasgrünen Zelt gemütlich eingerichtet, bevor der Spaß am Abend richtig losging. Unerwartete Bekannschaften entstanden mit einem spontanen Mitläufer aus Ravensburg, der sich der fröhlichen Truppe anschloss und einem Zeltnachbarn, welcher sich sogleich zu einem Bier dazu gesellte. Auch das etwas graue Wetter ließ die gute Stimmung der feierlaunigen Mannschaft nicht trüben. „Das ist Festivalwetter und gehört einfach dazu!“, entgegneten sie nur und stießen auf einen „geilen“ Abend an.

„Dieses Jahr sind die Besucherzahlen sehr gut, wir müssen sogar den Campingplatz erweitern“, sagte Joshua Lange (18), einer der rund hundert ehrenamtlichen Helfer auf dem Festival. Unter der Schirmherrschaft des Vereins KuKuWaTu (Kunst und Kultur am Wasserturm) und des Kupferdächles wird „Easy am Hang“ schon seit 2003 ausgetragen.

Improvisationstalent erwiesen am Samstagnachmittag die drei Musiker Felix Rogulja-Wagner und Louis Müller mit Gitarre und Max Abt am Schlagzeug, als sie spontan für die Band „Dudebox“ einspringen mussten und einen rockigen, psychodelischen und progressiven Mix präsentierten. „Wir wissen erst seit 12 Uhr, dass wir heute auf der Bühne stehen werden, aus dem Grund improvisieren wir aus dem Stehgreif heraus und sehen was sich ergibt“, merkte Felix an.

Nicht nur Jugendliche fanden den Weg zu „Easy am Hang“, auch Familien ließen ihre Kinder auf dem Rasen herumtollen, am Lagerfeuer rückten Pärchen unter Wolldecken am späteren Abend enger zusammen und Kinder zeigten Kreativität an der Graffitiwand, wie Oskar (12) aus Dillweißenstein mit seiner Mutter Karin Kramer, die sich für die musikalische Veranstaltung begeisterte: „Wir sind jedes Jahr hier, vor allem wegen dem tollen Kinderangebot. Das Festival bietet so viele verschiedene Spiele. “