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Der zweijährige Noah Lipps (vorne) zeigt seinem Vater Markus Lipps, OB Peter Boch, Ortsvorsteher Helge Hutmacher (von links) und den anderen Teilnehmern der Ortsteilbegehung den Bewegungsraum in seinem Kindergarten im Mäuerach.
Der zweijährige Noah Lipps (vorne) zeigt seinem Vater Markus Lipps, OB Peter Boch, Ortsvorsteher Helge Hutmacher (von links) und den anderen Teilnehmern der Ortsteilbegehung den Bewegungsraum in seinem Kindergarten im Mäuerach.
21.03.2019

Bei Ortsteilbegehung in Eutingen Lärmschutz und Hallenbad angemahnt

Pforzheim-Eutingen. Lange lässt sich Noah nicht bitten, um den Erwachsenen, unter ihnen Oberbürgermeister Peter Boch, Sinn und Zweck der vielen Turn- und Spielgeräte im Bewegungsraum des Kindergartens Schwalbennest im Mäuerach vorzuführen. Blitzschnell meistert er die Krabbeltour durch den Balancetunnel – und hat dabei auch noch ein Grinsen für die Fotografen übrig. Mit dieser Vorführung zaubert er nicht nur seinem Vater, dem Eutinger Ortschaftsrat Markus Lipps, ein Lächeln ins Gesicht, sondern auch allen anderen Teilnehmern der Eutinger Ortsteilbegehung am Mittwochabend.

Während es im vergangenen Jahr im Bus der Feuerwehr vor allem an verkehrstechnisch neuralgische Punkte ging – dominierendes Thema war damals die Forderung nach mehr Lärmschutz entlang der A8 – drehte sich dieses Mal alles um Kinderbetreuung.

Besonders viel Eutinger Nachwuchs kommt derzeit im Mäuerach unter. 60 Plätze in drei Gruppen bietet die im Oktober 2015 an der Zeisigstraße 8 eröffnete, laut Boch „sehr gelungene“ Einrichtung in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Neun Kinder unter drei Jahren besuchen außerdem das mit dieser Zahl voll belegte Angebot TaPir (Tagespflege in Pforzheim in anderen geeigneten Räumen) in der umgebauten Hausmeisterwohnung an der Inselstraße, die ursprünglich für einen Jugendraum vorgesehen war.

Dreschplatz auf Agenda

Ganz ohne das Thema Verkehr ging es dann aber doch nicht: So drehten sich die ersten Fragen an Boch von Ratsmitglied Ute Heidl (UB) um die Erweiterung des Dreschplatzes als Parkplatz sowie den Sachstand bei der Lärmschutzplanung für die B10 – ein Thema, dass auch Rätin Petra Schickle (SPD) auf den Nägeln brannte, die anmahnte, dass es in diesem Fall nicht so laufen dürfe wie bei der A8.

Boch erklärte, dass das Feststellungsverfahren für die B10 des Regierungspräsidiums Karlsruhe laufe, jedoch schon nach der Ortsbegehung im vergangenen Jahr in Karlsruhe gemeldet worden sei, dass Pforzheim sich hier Lärmschutzmaßnahmen wünsche. Der genaue Stand der Dinge müsse er aber erfragen. Ein Bürger meldete sich ebenfalls zum Thema zu Wort: Im Internet seien die bisherigen Pläne einsehbar. Auf diesen sei lediglich ein Spritz-, jedoch kein Lärmschutz vorgesehen. Rat Andreas Renner (CDU) verwies in diesem Zusammenhang auf einen Antrag seiner Fraktion auf Erdwälle entlang der Bundesstraße.

Parkplatz in Sicht?

Bezüglich des Dreschplatzes verwies der OB auf die im Haushaltsentwurf eingestellten Planungsraten für das Projekt – die Absicht sei also da, jedoch noch kein verabschiedeter Haushalt. Ortsvorsteher Helge Hutmacher ergänzte, dass das Grünflächen- und Tiefbauamt das Thema „auf dem Radar“ habe, genau wie die Erneuerung des Schulhofs der Karl-Friedrich-Schule, auf dem bereits Messungen stattgefunden hätten.

Ebenfalls Bewegung soll in das Thema marode Bahnunterführung kommen. Hier solle es bald ein Gespräch mit einem Verantwortlichen der Deutschen Bahn geben, wie Boch ankündigte. Auch die mehrfache Forderung der Räte, allen voran Renner, nach einer langfristigen Sicherung des Eutinger Bads als unverzichtbare Sportstätte im Ortsteil nahm der OB mit ins Rathaus. Zusagen könne er aber keine machen.