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Wenig Zeit und Ressourcen für einen möglichst hohen Turm – dieses Ziel setzt Katja Rade den Kinder-Uni Studenten. Foto: Ketterl
Wenig Zeit und Ressourcen für einen möglichst hohen Turm – dieses Ziel setzt Katja Rade den Kinder-Uni Studenten. Foto: Ketterl
22.07.2016

Bei der Kinder-Uni geht es um Firmenchefs und ihre Aufgaben

Pforzheim. Ein Chef muss Verantwortung übernehmen, darin sind sich die Teilnehmer am Kinder-Uni-Planspiel zum Thema Management einig. Ob das für oder gegen eine Führungsposition spricht, bewerten sie hingegen ganz unterschiedlich. Während manche darin eine positive Herausforderung sehen, machen sich andere Sorgen über die Konsequenzen von Fehlern.

Professorin Katja Rade hat für die Kinder eine Aufgabe vorbereitet, bei der sie im Selbsttest erfahren, wie es sich tatsächlich anfühlt, in der Rolle des Entscheidungsträgers zu stecken. Vier Sechsergruppen sollen jeweils einen Turm bauen, der den Anforderungen eines imaginären Kunden entspricht. Jedem stehen exakt 420 Gramm Legosteine zur Verfügung, die zum Schluss ein möglichst futuristisches Gebäude bilden sollen. Wichtig für den Gewinn sind die Ziele, die sich die Schüler selbst setzten. Bevor es losgehen kann, müssen sie festlegen, wie lange sie planen und bauen werden und mit welcher Anzahl Bausteine sie welche Trumhöhe erreichen wollen. Wer seine Festlegungen um mehr als 25 Prozent verfehlt, bekommt Abzüge.

Unter diesen strengen Vorgaben machen sich die Teilnehmer an die Arbeit. Wenn es brenzlig wird, weil die eigenen Ziele unrealistisch sind, befindet das Team plötzlich in einer Zwickmühle und muss schnell entscheiden, welche Abweichungen am wenigsten schaden. So stellt sich heraus, dass sich die theoretischen Grundlagen der Unternehmensführung, die Rade zu Beginn ihrer Vorlesung vorgestellt hat, gar nicht so einfach umsetzen lassen.