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Die kleine Valentina hat sichtlich Spaß an Selbstgebackenem und -gebasteltem, das es beim Martinsmarkt an der Goetheschule in Fülle gab. Foto: Frommer
21.11.2016

Beim Martinsmarkt an der Waldorfschule kommen Gäste auf den Geschmack

Pforzheim. Er zählt fraglos zu den stimmungsvollsten Schulfesten der Goldstadt: der zweitägige Martinsmarkt an der Goetheschule Freie Waldorfschule. Auch in diesem Jahr lockte die beliebte Veranstaltung zwischen 3000 und 4000 Besucher und zahlreiche internationale Gäste an. Doch lang bevor es nach Zimt, Crêpes und Honig duftete, bevor Pasta, Popcorn und Punsch ausgegeben werden konnten, bedurfte es auch bei der 61. Auflage eines gemeinsamen Kraftakts, denn getragen wird der Markt ausschließlich vom ehrenamtlichen Engagement der Eltern, Lehrer und Schüler.

Bildergalerie: Tausende beim Martinsmarkt an der Waldorfschule

„Nach dem Markt ist vor dem Markt“, bringt Eleonore Kant dieses inzwischen fast ganzjährige Engagement auf den Punkt. Gemeinsam mit Kerstin Köppen (Catering), Heidi Kolacek (Organisation der Schulklassen) und Conny Schick (Finanzen) bildet sie die „Martinsmarkt-Delegation“, die tatkräftige „Speerspitze“ der engagierten Mütter. Die Vorbereitungen begännen besonders früh im Jahr, berichtet sie und macht deutlich, dass man beispielsweise bis zu 15 Tannen für die Dekoration eines Klassenzimmers benötige und dass die mit dem Martinsmarkt erzielten Gewinne hälftig als Spenden an soziale Einrichtungen gehen oder dem Schuletat, beispielsweise für Beleuchtung, Gartenbau und Instandhaltung, zufließen – und damit allen Schüler zugute kommen.

Von wesentlicher Bedeutung ist ein ausgewogenes Mischungsverhältnis zwischen den Verkaufsständen von aktiven oder früheren Waldorfschülern und -eltern und handverlesenen Fremdausstellern. Schüler, ihre Familien und Lehrer betreiben die Stände, sorgen für gebrannte Mandeln, gepresste Säfte, frisch gebackene Waffeln, für Bratwurst, Pommes und Getränke oder unterhalten mit „Zwergen-Geschichten“ und der Aufführung des Grimm’schen Märchens „Dornröschen“ im Festsaal. Außergewöhnliches Kunsthandwerk, Keramik und modische Accessoires boten Ausstellerinnen an, die, wie Andrea Holler-Liebhaber aus Illingen oder Claudia Beinhoff aus Düsseldorf, die weite Anreise nicht scheuten.

Ein besonderes Glanzlicht steuerten 25 Austauschschüler aus dem englischen South Devon bei. Die von Gisela Göbel und Martina Matt betreuten Zehntklässler der Steinerschule in der südenglischen Grafschaft unterhielten musikalisch im „Englischen Café“.