nach oben
Beim Mess-Glücksrad gewinnt jeder.
Beim Mess-Glücksrad gewinnt jeder © Ketterl
08.06.2011

Beim Mess-Glücksrad gewinnt jeder

PFORZHEIM. Sie warten trotz Regenwetters, freuen sich, wollen am Glücksrad drehen: Rund 50 Passanten in der Fußgängerzone sind schon eine Stunde vor Beginn der Werbeaktion ganz heiß darauf, die gestifteten Preise der Schausteller auf der Pforzemer Mess zu gewinnen.

Dann geht es los, Moderator und Krämermarkt-Händler Heiko Kosfeld tönt mit lauter Stimme ins Mikrophon: „Hier gewinnt jeder“. Und es stimmt: Es gibt keine Nieten am Glücksrad, das Imbissbetreiberin „Würstles Ruth“ gestiftet hat. Die Schausteller der Pforzemer Mess verlosten am Mittwoch rund 350 Gewinne vom Glas Sekt über die Riesenrad-Fahrt bis zum Essen im Festzelt im Gesamtwert von rund 1000 Euro. „Ich gehe jedes Jahr mindestens drei Mal auf die Pforzemer Mess – und das schon seit dem Jahr 1954, als in Pforzheim die erste Berg- und Talbahn aufgebaut worden war“, sagt Rentnerin Herta Meindl, die als Erste am Glücksrad dreht und einen Teddybär gewinnt. „Er sieht fast wie Goldi, der Goldstadtbär aus“, meint sie und freut sich jetzt schon darauf, wenn die Mess am Freitag um 12 Uhr beginnt. Sie freue sich schon auf das Festzelt, die tolle Atmosphäre, die Musik und die leckeren Spezialitäten. „Hier kommt der Mann mit dem goldenen Finger, über den sie einen Film gedreht haben – Goldfinger“, scherzt der Glücksrad-Moderator, als Rentner Chi Duong (65) eine Fahrt mit dem Riesenrad gewinnt. Schausteller Dieter Seyfert hat zahlreiche Cocktails gespendet. Er ist wohl derjenige auf der Mess, mit dem die meisten Gewinner anstoßen werden. Unterdessen wird die Schlange am Glücksrad immer größer. Vorbeilaufende Kinder bekommen einen Luftballon von der Mess in Herzform, mancher freut sich über kostenlose Zuckerwatte – und die Drehorgel spielt dazu. Marktmeister Marc Pfrommer bleibt als Helfer im Hintergrund, denn hinter den Kulissen gibt es viel zu tun. Er und die Schausteller müssen arbeiten, damit den Pforzheimern das Leben versüßt wird. Aber sie machen dies alle gerne, denn ihr gelbes T-Shirt mit der Aufschrift „Pforzemer Mess“, das alle tragen, ist für sie eine Herzensangelegenheit und Verpflichtung zugleich. Und die Freude in den Kinderaugen ist der Applaus der Schausteller. Während Heiner Wirth vom „Schwaben Derby“ eine Palette mit Kaffeebechern verteilt, um die teilweise seit 5 Uhr in der Frühe aktiven Schausteller wach und bei Laune zu halten, wird am Glücksrad weiter nonstop gedreht.
Mit freundlichen Grüßen