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Setzen sich für den europäischen Gedanken ein (von links): Oberbürgermeister Peter Boch, Peter Olszewski Vorsitzender der Europa-Union Pforzheim-Enzkreis, Landrat Bastian Rosenau, Professor Dirk Wetzel von der Hochschule Pforzheim und David Danin, Preisträger des Wettbewerbs „Junge Reden für Europa“. Foto: Ketterl
Setzen sich für den europäischen Gedanken ein (von links): Oberbürgermeister Peter Boch, Peter Olszewski Vorsitzender der Europa-Union Pforzheim-Enzkreis, Landrat Bastian Rosenau, Professor Dirk Wetzel von der Hochschule Pforzheim und David Danin, Preisträger des Wettbewerbs „Junge Reden für Europa“. Foto: Ketterl
Lehrerin Kathrin Schlittenhardt und ihre Schüler präsentieren ein Buchprojekt. Foto: Ketterl
Lehrerin Kathrin Schlittenhardt und ihre Schüler präsentieren ein Buchprojekt. Foto: Ketterl
Die Blechbläserklasse der Jugendmusikschule unter der Leitung von Franz Tröster spielen die Europa-Hymne. Foto: Ketterl
Die Blechbläserklasse der Jugendmusikschule unter der Leitung von Franz Tröster spielen die Europa-Hymne. Foto: Ketterl
12.05.2019

Bekenntnis zu Europa bei Festakt im Osterfeld

Pforzheim. „Europa ist nicht das Problem. Europa ist die Lösung“, mit diesen Worten hat der Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau am Donnerstagabend im Kulturhaus Osterfeld den Festakt zur diesjährigen Europawoche beendet. „Das Wir gewinnt“, schob er mit einem Grinsen hinterher. Denn warum sollte das Motto, das ihn zum Landrat gemacht hat, nicht für ganz Europa gelten?

Rund zwei Stunden vorher hatte Oberbürgermeister Peter Boch das Fest eröffnet und an den früheren, französischen Außenminister Robert Schuman erinnert. „Er hatte die verrückte Idee, Feinde zu Partnern zu machen“, verwies Boch auf den Plan, die deutsche und französische Kohle- und Stahlproduktion nach dem Zweiten Weltkrieg zusammenzulegen. Heute, 69 Jahre später, sei zwar nicht alles gut, was in Brüssel und Straßburg beschlossen werde. Aber das gelte auch für Berlin, Stuttgart und sogar das Pforzheimer Rathaus, sagte er und sorgte für Lacher.

Mit einer Familie verglich David Danin Europa in seiner Rede. Der Gewinner des Wettbewerbes „Junge Reden für Europa 2018“ bezeichnete sich selbst als „Kind Europas“. Die Länder Europas fühlten sich am ehesten wie eine große Verwandtschaft an – „man kennt sich gut, man sieht sich nicht sehr oft, doch wenn man dann mal wieder aufeinandertrifft, so ist es immer außergewöhnlich schön“. Am Ende schloss er mit einem Appell: „Wir alle sind Kinder Europas, und besonders in Zeiten der Schwäche ist es wichtig, dass wir die Familie nicht aus den Augen verlieren, sondern in ihrem Kreis wieder stark werden.“ Für Lacher sorgten im Anschluss die Moderatoren Sandra Hehrlein (in der Rolle einer Französin) und Jörg Pollinger vom Theater „Q-rage“, die Teile der Rede pantomimisch zusammenfassten. Über die Zukunft Europas sprach Professor Dirk Wentzel von der Hochschule Pforzheim. Er freute sich darüber, dass die Briten bei der Europawahl zur Urne gehen werden. Dies könne wie ein zweites Referendum wirken, glaubte er. Doch auch die Anwesenden aus Pforzheim und dem Enzkreis forderte er auf, am 26. Mai zu wählen. „Die Europawahl ist bisher die wichtigste in der Geschichte“, zeigte er sich überzeugt.

Dass Europa durchaus auch ein Thema für junge Menschen ist, bewiesen die Auftritte der Blechbläserklasse der Jugendmusikschule, die unter anderem die Europa-Hymne spielten und Siebtklässler des Reuchlingymnasiums, die ein deutsch-polnisches Schulbuchprojekt vorstellten.