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Benckiserpark soll frei von Alkohol und Drogen werden.
Benckiserpark soll frei von Alkohol und Drogen werden © Ketterl
21.09.2010

Benckiserpark soll frei von Alkohol und Drogen werden

PFORZHEIM. Stadt und Polizei wollen den Benckiserpark problemfrei machen. Doch wohin mit der Klientel, die sich im Park aufhält? Die Polizei hätte sie gerne auf dem Messplatz. Sozialarbeiter warnen vor einem Pulverfass.

Vor einer Woche fand ein Treffen von Stadt und Polizei statt. Es ging um die Spielplätze in der Weststadt, aber die Sprache kam auf ein anderes, drängenderes Problem: Anwohner und Passanten beschweren sich zunehmend über Belästigungen und Ruhestörung seitens der Klientel des Parks. Hier wird schon Morgens dem Alkohol zugesprochen, hin und wieder werden Drogen konsumiert, es kommt zu Auseinandersetzungen unter den Gruppen. Deutsche gegen Russen, Alteingessene gegen Personen, die vom Marktplatz vertrieben wurden.

Alle gemeinsam sollen aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit beispielsweise auf dem Messplatz, auch wenn die Stadt „ergebnisoffen" ist. Doch sowohl Sozialarbeiter als auch die Betroffenen befürchten „Mord und Totschlag", wenn unterschiedliche Gruppen, vereint nur im sozialen Abseits, zusammengebracht werden. Ganz davon abgesehen, dass es auf dem Messplatz keine Toiletten gibt. Oder besser: Aus Kostengründen hat die Stadt die sanitären Anlagen unter dem Kiosk dicht gemacht. ol

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