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Sie ziehen an einem Strang, um Migranten in Ausbildung zu bringen: Valentin Damm, Mathias Morlock (Handwerkerschaft), Hartmut Schölch (Jobcenter Enzkreis) und Noomi Arndt (Jugendmigrationsdienst, von links). Foto: Meyer
Sie ziehen an einem Strang, um Migranten in Ausbildung zu bringen: Valentin Damm, Mathias Morlock (Handwerkerschaft), Hartmut Schölch (Jobcenter Enzkreis) und Noomi Arndt (Jugendmigrationsdienst, von links). Foto: Meyer
Auf großes Interesse stößt der Berufsinformationstag „Handwerk“ für junge Migranten im Kupferdächle. Foto: Meyer
Auf großes Interesse stößt der Berufsinformationstag „Handwerk“ für junge Migranten im Kupferdächle. Foto: Meyer
17.04.2018

Berufsinformationstag „Handwerk“: Innungen wollen Migranten Ausbildung schmackhaft machen

Pforzheim/Enzkreis. Irgendwas mit Autos – das ist nicht nur Mustafas Traum, sondern der vieler anderer männlicher Jugendlicher im proppevollen Saal des Kupferdächles. Schlecht nur, dass Kfz-Mechatroniker – der zeitgemäße Nachfolger des guten alten Automechanikers – einer der gefragtesten Ausbildungsberufe ist. So wie Tierpflegerinnen bei den weiblichen Jugendlichen. „800 Bewerber auf drei oder vier Stellen“, schildert Joachim Butz die Situation an der Stuttgarter Wilhelma.

Butz ist in doppelter Funktion im Kupferdächle beim Berufsinformationstag für junge Migranten: Um als stellvertretender Kreishandwerkermeister die Vorzüge, Voraussetzungen, Abläufe und Abschlüsse des Handwerks herauszustellen – und um gewissermaßen in eigener Sache für den Zweig zu werben, in dem er Innungsobermeister ist: Sanitär und Heizung. Vertreter der anderen Innungen in der Berufs- und Ausbildungsvariante, die sprichwörtlich „goldenen Boden“ hat, tun es ihm nach.

Natürlich hat der Berufsinfotag nicht nur das hehre Ziel, junge Migranten in Ausbildung zu bringen („Damit steht und fällt die Zukunft für junge Menschen“, sagt Liane Bley, Bereichsleiterin des Internationalen Bunds) und die Integration von Migranten zu fördern. In vielen Branchen sucht das Handwerk händeringend qualifizierten Nachwuchs – auch um in Zeiten boomender Konjunktur der Auftragslage nachzukommen.

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