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Ethar, Nansi, Fatima, Nikolina, Dilara, Calin, Abdullah und ihre Projektleiterin Lily Schöneberger (von links) sind stolz auf ihre selbstgebaute Holzpyramide, auf der jeder Schüler sein Land grafisch dargestellt hat. Foto: Ketterl
Ethar, Nansi, Fatima, Nikolina, Dilara, Calin, Abdullah und ihre Projektleiterin Lily Schöneberger (von links) sind stolz auf ihre selbstgebaute Holzpyramide, auf der jeder Schüler sein Land grafisch dargestellt hat. Foto: Ketterl
26.07.2017

„Berufsorientierung für Zugewanderte“ - Ein Projekt mit Ecken und Kanten

Pforzheim. Die Integration von Zuwanderern scheitert oftmals an ganz simplen Dingen: Zum Beispiel an verschiedenen Vorstellungen zum Thema Ausbildung. Das Projekt „Berufsorientierung für Zugewanderte“ des Internationalen Bundes beschäftigt sich mit genau diesem Thema und richtet sich an Betroffene, die an Pforzheimer Gymnasien zur Schule gehen. Dabei sollen individuelle Fähigkeiten entdeckt und gefördert werden.

Eine notwendige Ergänzung zum Schulunterricht am Gymnasium – so beschreiben die Betriebsleiterin des Internationalen Bunds (IB), Liane Bley, und der Schulleiter des Reuchlin-Gymnasiums, Kai Adam, das Projekt „Kooperative Berufsorientierung für Zugewanderte“, das vom Kultusministerium Baden-Württemberg finanziert wird. Im Zuge der gemeinsamen Treffen, die einmal pro Woche fünfstündig stattfinden, soll vor allem den Schülern aus den Vorbereitungsklassen der allgemeinbildenden Schulen (VKL) das System der Berufsorientierung in Deutschland nähergebracht werden. Bei den Jugendlichen aus diesen Klassen sei der Bedarf besonders groß, weil sie nicht mehr viel Zeit vor dem Abschluss hätten, so Adam. „Unser Ziel ist es, die Fähigkeiten jedes Schülers während seiner Schulzeit individuell zu fördern und ihn dann in Richtung eines Berufs oder Abschlusses zu lenken, der für ihn möglich und sinnvoll ist. Das ist dann gelungene Integration.“

Das Projekt des IB könne hier Abhilfe leisten, indem es einen praktischen Einblick in die deutsche Berufsorientierung biete – und den Schülern mit Berufskollegs und Ausbildungen auch Alternativen zum Abitur aufzeige. Ein entscheidender Bestandteil sei laut Bley vor allem, den Jugendlichen den Zeitdruck zu nehmen, mit dem sie oft nach Deutschland kämen. „Viele wollen möglichst schnell arbeiten und Geld nach Hause schicken. Aber oft ist der Bildungsweg aufgrund der Sprachbarriere eben etwas länger.“

Mehr über das Projekt. lesen Sie am 27.07.2017. in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.