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© Symbolbild: dpa
19.02.2014

Beteiligte Behörden beraten über Vorgehen am 23. Februar

Pforzheim. Zu Demonstrationen gegen eine «Fackelmahnwache» von Rechtsextremisten in Pforzheim werden am Sonntag mehr als 1000 Teilnehmer erwartet. Bei der Kundgebung der Rechten auf dem Wartberg rechnet die Polizei nach Angaben eines Sprechers vom Mittwoch mit etwa 100 Teilnehmern. «Wir gehen davon aus, dass es Konfrontationen geben wird», sagte der Sprecher und fügte hinzu: «Wir sind gut vorbereitet.» Aus rechtlichen Gründen müsse die Polizei jede angemeldete Versammlung schützen.

Die Stadt hat unter dem Motto «Fackeln aus!» zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz aufgerufen, um nach den Worten von Oberbürgermeister Gert Hager (SPD) deutlich zu machen, «dass wir diese rechtsextremistischen und neonazistischen Bestrebungen nicht in unserer Stadt haben wollen». Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Initiative gegen Rechts haben für den Nachmittag ebenfalls zu einer Demonstration aufgerufen.

Veranstalter der «Fackelmahnwache» ist ein rechtsextremistischer Verein mit der Bezeichnung Freundeskreis Ein Herz für Deutschland. In der Vergangenheit sei mit allen rechtlichen Mitteln vergeblich versucht worden, diese Versammlung zu untersagen, erklärte Hager im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Die Stadt müsse den Aufzug nun erdulden, «auch wenn wir das mit Zähneknirschen tun».

Für die Stadt Pforzheim sei der 23. Februar ein Tag des Gedenkens in Erinnerung an die rund 17 600 Opfer des alliierten Luftangriffs, sagte Hager. «Wir müssen aus diesen schrecklichen Ereignissen im Februar 1945 - der Krieg ist ja von Deutschland ausgegangen - die Lehre ziehen, dass Demokratie sehr wertvoll ist.»