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Auch am Ende der Östlichen hinterließ der Betonmischer seine Crashspuren. Foto: Emanuele Brunco Hok'ee © Emanuele Brunco Hok'ee
Der gestohlene Betonmischer auf der B10/Eutinger Straße. © Privat
Auch am Ende der Östlichen hinterließ der Betonmischer seine Crashspuren. Foto: Emanuele Brunco Hok'ee © Emanuele Brunco Hok'ee
Lorent-Toni Feraru, der Fahrer eines der drei beschädigten Autos an der Blücherstraße, betrachtet den Schaden an seinem Wagen. © Keller
An der Ecke Hohenzollernstraße/Heinrich-Wieland-Alle wurde eine Ampel durch den Betonmischer stark in Mitleidenschaft gezogen. © Keller
27.02.2017

Betonmischer-Dieb auf der Flucht - Motiv der Crashtour unbekannt

Pforzheim. Noch ist der 19-jährige türkische Staatsangehörige, der am Sonntag einen Betonmischer gestohlen und für eine Crashtour durch die Pforzheimer Nord- und Oststadt genutzt hat, auf der Flucht. „Aber wir sind zuversichtlich, dass wir ihn finden“, sagte am Dienstag eine Polizeisprecherin. Doch es gibt noch einige offene Fragen.

Über die Unfallserie von der Tunnelbaustelle zwischen Pforzheim und Ispringen, die Hohenzollern- und Blücherstraße entlang und zurück über die Eutinger Straße bis zur Einmündung der Lindenstraße sind die Details bekannt: Mehrere beschädigte Autos, mehrere leicht verletzte Fahrer und Beifahrer, eine demolierte Ampel, sowie eine ungefähre Gesamtschadensumme in Höhe von 60.000 Euro. Noch gänzlich offen ist jedoch das Motiv der Tat. Der wegen „Kleinigkeiten“, so die Polizeisprecherin, polizeibekannt gewordene junge Mann sei nicht unbedingt der Prototyp für so eine Tat. Umso größer ist daher der Wunsch der Polizei, ihn nach seinen Beweggründen für die Tat befragen zu können. Einfach wird das nicht, denn der Flüchtende ist noch nicht in seiner Pforzheimer Wohnung aufgetaucht.

Ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, kann aktuell nicht bestätigt werden. Einen terroristischen, islamistischen Hintergrund sieht man bei der Polizei jedoch nicht. Der 19-jährige Türke soll politisch nicht aufgefallen sein.

Ein Geheimnis bleibt allerdings die Ursache für die schnelle Gewissheit der Ermittler, dass der Täter mit dem jungen Pforzheimer identisch ist. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ will die Polizei dazu bislang keine Auskunft geben. Das macht die Crashtour noch eine Nummer spannender.

Zeugen können sich bei der Verkehrspolizei in Pforzheim unter Telefon (07231) 1864100 melden. 

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