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Pforzheim muss sparen

Zahlreiche Veranstaltungen des CCP sind fester Teil des Stadtkalenders, hier der Neujahrsempfang. PZ-Archiv/Seibel
Zahlreiche Veranstaltungen des CCP sind fester Teil des Stadtkalenders, hier der Neujahrsempfang. PZ-Archiv/Seibel
24.06.2016

Betriebsrat in Sorge um Zukunft des CCP

Das Haushaltssicherungskonzept ist verabschiedet, doch die Finanzproblematik ist damit nicht vom Tisch. Die Kommunalpolitik wird weiterhin nach Einsparmöglichkeiten suchen. Bislang hat das CongressCentrum (CCP) in der Spardebatte öffentlich keine zentrale Rolle gespielt. Doch spätestens, seit die Vorsitzende der Grünen Liste und künftige Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler im Gemeinderat vorgeschlagen hat, den vorzeitigen Verkauf zu prüfen, treibt den Betriebsrat die Sorge um die Zukunft des Hauses um.

Wie berichtet, steht der 1987 als Stadthalle eingeweihte Veranstaltungsort vor grundlegenden Veränderungen. Im September 2017 geht das CCP nach derzeitiger Beschlusslage in den Besitz der Stadt über – dann läuft der Miet- und Darlehensvertrag zwischen der Pforzheim Kongress- und Marketing GmbH (PKM) und der Gesellschaft für kommunale Verkehrs- und Versorgungsanlagen (GkV) aus. In diesem Zug soll der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing (WSP) die Aufgaben der PKM übernehmen. Alternative Möglichkeiten wären der Verkauf oder der Fremdbetrieb. Beides sei weder im Sinne der Stadt noch der insgesamt 73 Beschäftigten, von denen 16 in Vollzeit arbeiten, sagt der Vorsitzende des neu gegründeten Betriebsrats, Uwe Minor. Er fürchte um die Qualität der Einrichtung. Aus der Kommunalpolitik kommen indes gegenläufige Signale. Die Verwaltung klassifiziert das CCP als von mittlerer strategischer Bedeutung – und führt die notwendigen Investitionen, hohen Wettbewerbsdruck und Zuschussbedarf an. Sibylle Schüssler bekräftigt die Position der Grünen Liste, einen Betreiber oder Käufer für das CCP finden zu wollen. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.