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Peter Baumann leitet die Selbsthilfegruppe der Kehlkopflosen. Erb
Peter Baumann leitet die Selbsthilfegruppe der Kehlkopflosen. Erb
22.09.2015

Betroffene geben Kehlkopflosen eine Stimme

Pforzheim. Wer mit Peter Baumann spricht, sollte genau zuhören. Weil sich das Ohr an die elektronische Sprechhilfe gewöhnen muss. Vor allem aber, weil er Erschütterndes, Aufrüttelndes, aber auch Beeindruckendes zu erzählen hat. Baumann leitet die Pforzheimer Sektion des Bezirksvereins der Kehlkopflosen Stuttgart.

Er und seine Mitstreiter stehen Menschen zur Seite, die wie er mit den Folgen einer Kehlkopf-Operation leben müssen. Am Samstag feiert die Selbsthilfegruppe ihr 20-jähriges Bestehen.

Es war im Jahr 2001, als Baumann die folgenschwere Diagnose Kehlkopfkrebs ereilte. Nach der OP habe er zehn Jahre lang mit fester Stimme sprechen können – bis die Krankheit wiederkehrte. Doch Baumann ist ein Kämpfer. Er habe den Kehlkopf, nicht aber den Mut und die Freude am Leben verloren, betont der Pforzheimer. Er führt die Arbeit fort, die auf Initiative von Logopädin Edith Steiniger, HNO-Arzt Dr. Jörg Bayer und Betroffenen 1995 mit der Gründung der Selbsthilfegruppe der Kehlkopflosen begonnen hat. Sie veranstaltet nicht nur an jedem letzten Freitag im Monat ab 16 Uhr ein Treffen in der AWO-Begegnungsstätte im Arlinger. Die Aktiven sind auch in engem Kontakt mit HNO-Kliniken. Schon vor einer OP stehen sie Patienten und ihren Angehörigen zur Seite. Auch danach bricht der Kontakt nicht ab. Der Festakt zum Jubiläum mit Medizinern, Ehrengästen und buntem Rahmenprogramm beginnt am Samstag, 26. September, um 14 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte, Feldbergstraße 36.

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