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Mit 2,2 Promille hat eine Mutter zwei Kleinkinder durch die Gegend gefahren. Ein Säugling lag dabei im Fußraum auf dem Boden zwischen Vordersitz und Rückwand.
Mit 2,2 Promille hat eine Mutter zwei Kleinkinder durch die Gegend gefahren. Ein Säugling lag dabei im Fußraum auf dem Boden zwischen Vordersitz und Rückwand. © Symbolbild: dpa
23.01.2012

Betrunkene Autofahrerin riskiert Leben ihrer Kleinkinder

Pforzheim. Mit 2,2 Promille hat sich in der Nacht von Sonntag auf Montag kurz nach Mitternacht eine 34-Jährige hinter das Steuer ihres Fiats gesetzt – und dabei nicht nur sich und andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch das Leben ihrer Kleinkinder gefährdet: Während ein zweijähriges Kind noch in seinem Sitz saß, war ein zehn Monate alte Säugling von der Mutter unbemerkt in den Fußraum hinter dem Fahrersitz gefallen.

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Weil sie trotz roter Ampel nach rechts in die Karlsruher Straße abgebogen war, war sie einer Streife des Polizeireviers Pforzheim Süd aufgefallen. Diese nahm die Verfolgung auf und beobachtete, wie die 34-Jährige beim Abbiegen in die Kurze Steig beinahe auf die dortige Verkehrsinsel fuhr. Bei der anschließenden Kontrolle erblickten die Beamten auf der Rückbank zwei Kindersitze. Doch nur in einem war noch ein zweijähriges Kind festgeschnallt – der andere war leer.

Und doch war noch mehr Nachwuchs an Bord: Die Beamten trauten ihren Augen nicht, als sie einen etwa zehn Monate alten Säugling im Fußraum zwischen der Rückbank und dem Fahrersitz liegen sahen. Das Kind wurde von der Fahrerin offensichtlich nicht richtig festgeschnallt und muss, ohne dass sie es bemerkt hat, aus seinem Kindersitz gerutscht und in den Fußraum gefallen sein.

Da sich die Fahrerin auch noch mit verwaschener Aussprache gegenüber den Beamten artikulierte, wurde sie zum Alkoholtest gebeten. Das Ergebnis: Die Risikofahrerin hatte 2,2 Promille Alkohol im Blut. Deswegen musste sie eine Blutprobe und ihren Führerschein abgeben. Außerdem wurde nach einem eindringlichen Gespräch zwischen den Beamten und der Mutter das Jugendamt von diesem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Auch der Vater der Kinder wurde über die Trunkenheitsfahrt informiert. Er holte seinen Nachwuchs anschließend ab.

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