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Im Suff hat ein 15-Jähriger sich mit einem anderen Jugendlichen geprügelt, ihn dann mit Pfefferspray verletzt und danach noch auf der Polizeiwache randaliert, auf den Boden uriniert und sich gegen die Handschellen so heftig gewehrt, dass diese kaputt gingen. © dpa
19.12.2010

Betrunkene Jugendliche randalieren auf Polizeirevier

PFORZHEIM. Alkohol trinken ist das Eine, Alkohol vertragen das Andere. Und es ist auch nur bedingt richtig, dass frühes Üben dazu beiträgt, die Folgen des Suffs schneller kontrollieren zu können. Vor allem: Wer sich mit 15 Jahren sinnlos betrinkt, dann andere prügelt, gegen Polizeibeamte handgreiflich wird und nicht mehr weiß, dass man auf der Wache nicht auf den Boden uriniert, der muss mit unangenehmen Folgen rechnen. Unangenehm war der Einsatz vor dem Pforzheimer Hauptbahnhof und danach auf dem Polizeirevier Nord auch für die Polizisten, die sich zusätzlich noch mit dem 16-jährigen Kumpel des Randalierers herumschlagen mussten.

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Zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren gerieten am Samstag um 23.10 Uhr im Gebäude des Bahnhofs in Streit und schlugen anschließend aufeinander ein. Der 15-Jährige aus Mühlacker sprühte zuletzt dem 16-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht.

Die durch Zeugen verständigte Polizei konnte die beiden Kontrahenten im Bereich vor der Prinzenbar antreffen. Während dem 16-Jährigen noch an Ort und Stelle die Augen ausgespült werden mussten und dieser sich danach friedlich verhielt, wurde der erheblich alkoholisierte 15-Jährige (1,26 Promille) gegenüber den Beamten des Polizeireviers Pforzheim-Nord zunehmend aggressiver, weshalb er in Gewahrsam genommen werden musste. Er wehrte sich so heftig gegen das Anlegen der Handschließen, dass diese beschädigt wurden. Er beleidigte einen Beamten mit „Arschloch“ und auf der Wache in der Bahnhofstraße urinierte er auf den Boden.

Der 15-Jährige wurde dann seinem Vater überstellt, der seinen randalierenden und betrunkenen Sohn auf der Wache abholen musste.

Ein 16-Jähriger, der als Freund den 15-Jährigen auf die Wache begleitet hatte, trat mehrfach gegen eine Türe der Dienststelle, da er mit den polizeilichen Maßnahmen gegen seinen Freund nicht einverstanden war. Außerdem setzte er zu einem Schlag gegen einen 28-jährigen Polizeibeamten an, sodass der 16-Jährige mit Gewalt fixiert werden musste. Dem ebenfalls alkoholisierten 16-Jährigen (1 Promille) wurde anschließend eine Blutprobe entnommen.

Danach ist auch er seinen Eltern übergeben worden. pol

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