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Zweimal nahm die Polizei am Montagabend einen betrunkenen 17-Jährigen fest. Nachdem die Handschellen zum zweiten Mal zugeschnappt waren, musste er die Nacht in einer Gefängniszelle verbringen.
Zweimal nahm die Polizei am Montagabend einen betrunkenen 17-Jährigen fest. © Symbolbild: dpa
14.02.2012

Betrunkener Jugendlicher von Familie nicht zu bändigen

Pforzheim. Da wirkte der Alkohol stärker als jede familiäre Verbindung: Ein 17-Jähriger hat am Montagabend in Pforzheims Innenstadt geschrien, einen Mann geschlagen und Autos beschädigt. Mit vereinten Kräften wollten Mutter und Schwester den jungen Mann beruhigen – doch ohne Erfolg.

Um 20.35 Uhr war die Polizei am Montagabend am Leoppoldsplatz zum ersten Mal auf den 17-Jährigen getroffen: Mit lauten Schreien machte der Jugendliche auf sich aufmerksam und suchte mit einem weiteren Jugendlichen Streit. Da der Teenager nicht zu beruhigen war, wurde er auf das Polizeirevier Pforzheim-Nord gebracht, wo laut Mitteilung der Polizei ein Alkoholwert von über zwei Promille gemessen wurde. Nachdem seine Mutter auf der Dienstelle erschien, wurde der männliche Jugendliche in deren Obhut übergeben.

So weit, so gut? Mitnichten. Der Jugendliche ließ seine Mutter vor dem Revier stehen und flüchtete zum Hauptbahnhof, wo er sich wahllos ein neues Opfer suchte: Grundlos schlug er dort auf die Schulter eines Mannes ein. Erst durch die herbeigeeilten Mutter und Schwester des Täters konnte dieser dazu bewegt werden, von seinem Opfer abzulassen.

Doch auch dies war nur ein kurzer Erfolg: Danach begab sich der Jugendliche in die Nordstadt, wo er drei Fahrzeuge mit Tritten beschädigte und damit einen Sachschaden von etwa 2000 Euro verursachte. Die durch die Schwester verständigte Polizei konnte den Jugendlichen schließlich beim ZOB Nord in Gewahrsam nehmen. So endete sein nächtlicher Irrweg dort, wo er bei seiner ersten Festnahme begonnen hatte: Den Rest der Nacht verbrachte der Betrunkene in einer Zelle des Polizeireviers Pforzheim-Nord. pol/sw

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