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08.12.2010

Bewährungsstrafe für versuchten Totschlag per Unfall

PFORZHEIM. Eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung hat ein 36-jähriger Mann aus Zweibrücken erhalten. Ursprünglich war er am Mittwoch vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe wegen versuchten Totschlags angeklagt gewesen. Er soll mit einem Unfall auf der Autobahn versucht haben, sich und seine Frau zu töten.

Er hatte nach dem gemeinsamen Besuch einer Disco in Pforzheim  mit seiner Frau am Neujahrstag 2010 auf der Autobahn kurz nach der Anschlussstelle Pforzheim-West abrupt das Lenkrad seines Mercedes nach links gerissen. Das Auto prallte in einem Winkel von 140 Grad bei über 120 Stundenkilometern gegen die Betongleitwand und kam erst nach 170 Metern zum Stehen.

Seine damals vom Angeklagten getrennt lebende 32-jährige Frau hatte nach dem Vorfall bei Polizei und Ermittlungsrichter angegeben, ihr Mann habe sie beide bei diesem Unfall umbringen wollen. Heute Morgen machte sie vor Gericht allerdings von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht verständigten sich darauf, dem Mann einen minderschweren Fall zuzubilligen, wenn er die damalige Angaben seiner Frau bestätigen würde. Das tat der Angeklagte dann auch.

Am Ende gab es die Bewährungsstrafe, in die auch eine Strafe für eine 2006 begangene Körperverletzung einfloss.

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