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KFZ Innung. Jahreshauptversammlung im PZ-Forum. v.l.: Harry Brambach (Vs des Landesverbands Kfz-Gewerbe BW), verleiht Juergen Kellenberger (20 Jahre Obermeister), die Goldene Ehrennadel des Verbands
KFZ Innung. Jahreshauptversammlung im PZ-Forum. v.l.: Harry Brambach (Vs des Landesverbands Kfz-Gewerbe BW), verleiht Juergen Kellenberger (20 Jahre Obermeister), die Goldene Ehrennadel des Verbands
Keinen hält es im PZ-Forum auf den Stühlen: Jürgen Kellenbergers Wegbegleiter zollen ihm Respekt.
Keinen hält es im PZ-Forum auf den Stühlen: Jürgen Kellenbergers Wegbegleiter zollen ihm Respekt.
25.03.2016

Bewegende Hauptversammlung der Kfz-Innung im PZ-Forum

Bei der Jahreshauptversammlung der Innung des Kfz-Gewerbes ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach 20 Jahren an der Spitze legte Obermeister Jürgen Kellenberger die Führung in jüngere Hände. Timo Gerstel wurde einstimmig zum neuen Obermeister gewählt.

„20 Jahre sind genug, meine ich“, sagte Kellenberger in seiner Rede. „Zwar hatte ich geplant, die laufende Amtsperiode noch regulär zu beenden, doch gesundheitliche Probleme haben mir klar gemacht, dass man sich mit 71 neue Prioritäten setzen muss.“

Der scheidende Obermeister machte deutlich, dass es einen gut funktionierenden Innungsvorstand mit einer guten Mischung aus Jung und Alt gebe und eine funktionierende Innungsgeschäftsstelle mit einem erfahrenen Geschäftsführer. Zudem stehe die Innung finanziell gut da. „Wir haben in den letzen 20 Jahren doch so einiges bewegt“, erinnerte Kellenberger an den zweimaligen Gewinn des Blauen Kaligrafen, den er als Oscar des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes bezeichnete und der für herausragende Leistungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit vergeben wird. Gold gab es im Jahr 2011 für die Projekte „Kuschelberta“ und „Pimp-my-car“ und Silber im Jahr 2013 für das Infotainment-Center, das im Energieberatungszentrum der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Auch im Bereich Nachwuchswerbung habe die Innung einiges zu bieten, so Kellenberger weiter.

Miteinander ist die Devise

Er zählte hierzu die Prüfungsbekanntgabe mit gemeinsamen Abendessen, das Infotainment im Kino für Auszubildende im 1. Lehrjahr, die Poloshirts für Auszubildende im zweiten Lehrjahr und die „Alte-Hasen-Kurse“ für Auszubildenden des dritten Lehrjahres auf. Er erwähnte außerdem die Innungs - und Gesellenprüfungsauschuss-Ausflüge, die das Miteinander unter den Kollegen fördern sollen. „Miteinander statt gegeneinander war schon immer meine Devise“, betonte Kellenberger. „Gemeinsam sind wir stark. Jeder nur für sich bringt unsere Branche nicht weiter, sondern näher an den Abgrund.“ Er dankte allen Helfern und ehrenamtlich Tätigen in der Innung. „Ich stand lediglich 20 Jahre dieser Innung vor und versuchte die Schrauben an der richtigen Stelle zu drehen. Hinter mir hatte ich eine große Schar an Helfern, Kollegen und Freunden.“ Als Anerkennung seiner erfolgreichen Tätigkeit erhielt Kellenberger die Ehrenurkunde mit goldener Ehrennadel von Harry Brambach, Vorsitzender des Landesverbands des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg.

„Was wäre ein Verband ohne die Menschen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, ihre Zeit für das Ehrenamt zu opfern“, sagte Brambach. Er erinnerte daran, dass sich Kellenberger seit Anfang der 1970er-Jahre für die Innung engagiert und im März 1996 zum Obermeister gewählt wurde. Brambach berichtete, dass Ehrenamt und Jugend ein roter Faden in Kellenbergers Tätigkeit seien und verriet, dass sich der Geehrte außerdem als Trainer von Jugendmannschaften engagiert. Kreishandwerksmeister Rolf Nagel brachte einen ganz anderen Aspekt in die Verabschiedung des Obermeisters, er dankte Kellenbergers Frau Birgit mit einem Blumenstrauß. Die erste Amtshandlung des einstimmig gewählten neuen Obermeisters war die Ernennung des Vorgängers zum Ehrenobermeister. Da Gestel zuvor Vorstandsbeisitzer war, musste der frei gewordene Posten neu besetzt werden. Roland Bechtold wurde ebenso einstimmig in dieses Amt gewählt. Im Rahmen der Versammlung berichtete Prüfungsausschussvorsitzender Daniel Glöckner von der Gesellenprüfung. Von den 60 Prüflingen im Januar haben elf Prüflinge nicht bestanden, was einer Quote von 18 Prozent entspricht.

Praktischer Unterricht

Als Gründe für das Nichtbestehen nannte er das gestiegene Niveau, das an die Branchenanforderungen angepasst worden ist und hohe Fehlzeiten. „Was im praktischen Unterricht jede Woche gelehrt wird, kann man nicht vom Blatt lernen“, merkte er an. Er hob hervor, wie wichtig es ist, Jugendlichen die Chance zu geben, Fachleute zu werden. Einen Bericht über diverse Themen der Branche wurde von Carsten Breuß, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Landesverbands vorgestellt. Er riss dabei Themen wie technische Fahrzeugüberwachung, Schadenssteuerung, Bildungszeitengesetz, Mindestlohn und weiteres an.