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Neben seiner Plastik „Salomé“ (rechts die Skulptur „Anima Nova“) steht der Bildhauer René Dantes, der die Frauen des Clubs Pforzheim-Enzkreis von Soroptimist International mit einem Glas Prosecco zu einem Atelier-Besuch begrüßt. Foto: Frei
Neben seiner Plastik „Salomé“ (rechts die Skulptur „Anima Nova“) steht der Bildhauer René Dantes, der die Frauen des Clubs Pforzheim-Enzkreis von Soroptimist International mit einem Glas Prosecco zu einem Atelier-Besuch begrüßt. Foto: Frei
02.05.2017

Bildhauer René Dantes als „Hahn im Korb“

Pforzheim. Beeindruckt hat die Frauen von Soroptimist International ein Besuch bei René Dantes. Der Club Pforzheim-Enzkreis besichtigte das Atelier des Bildhauers.

Seit über 30 Jahren besteht der Club Pforzheim-Enzkreis von „Soroptimist International Deutschland“, eine „lebendige, dynamische Organisation berufstätiger Frauen, die Fragen der Zeit aufgreifen“, wie Gründungsmitglied Edeltraud Bülling bemerkt. Sie sind durch ein weltweites Netzwerk verbunden, das heute rund 90.000 Mitglieder in über 3000 Clubs in derzeit 125 Ländern zählt. Damit sei „Soroptimist International“ die größte Organisation von Frauen für Frauen auf der Welt. Menschenrechte und Stellung der Frau, Bildung und Kultur, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, Gesundheit, Umwelt und in internationale Verständigung sind Themenschwerpunkte, die den Mitgliedern am Herzen liegen. Sie sind aber auch auf lokaler Ebene aktiv.

Jetzt war es der kulturelle Bereich, der sie zusammenführte: zu einer Begegnung mit dem Bildhauer René Dantes in dessen Atelier an der Kaiser-Friedrich-Straße. Hier hatte Dantes, nachdem er zuvor in der ehemaligen Papierfabrik in Weißenstein arbeitete, das frühere „Dampfkesselhaus“ (1904 für das dortige Gaswerk erbaut) erwerben können und aus diesem zusammen mit Architekt Jochen Abraham ein besonderes Schmuckstück geschaffen. „Als ich das erste Mal die Tür aufschloss, traf mich der Schock“, erzählte er. Von Außen hatte das Gebäude mit seiner Sandsteinfassade schon immer einen besonderen Charme ausgestrahlt. Doch die Fenster zur Straße waren verbrettert, nach Hinten zerstört. Überall fanden sich Tierkadaver und Exkremente.“ Nach drei Jahrzehnten Leerstand hauchte Dantes dem denkmalgeschützten Bau neues Leben ein, in einem Quartier, in dem heute Bewohner aus 60 Nationen leben und das sich durch vielfältige Aktivitäten der Stadt, der Wohnungsbaugesellschaften und der Anlieger zu einem „Wohlfühlgebiet“, so Dantes, entwickelt hat. Und er befindet sich mittendrin.

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