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Das altbekannte Schild wird auf beiden Seiten der A8 stehen. Foto: Seibel
Das altbekannte Schild wird auf beiden Seiten der A8 stehen. Foto: Seibel
12.06.2018

Bisheriges A8-Hinweisschild wird dupliziert - Bund und Land wollen kein anderes Motiv

Pforzheim. Dieses Ergebnis muss ernüchternd sein – für die Freunde des Wildparks, die seit Jahren um eine Neuerung an der A 8 kämpfen, für das Gasometer-Team um Wolfgang Scheidtweiler, letztendlich aber auch für Pforzheims Stadträte und für die Tourismusexperten im städtischen Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP). Auch wenn der WSP nun selbst vorschlägt, ein ohnehin zunehmend kritisch gesehenes Motiv einfach nur zu kopieren.

In Fahrtrichtung Karlsruhe soll künftig ein Hinweisschild an der Autobahn stehen, das jenem in Richtung Stuttgart gleicht. „Reuchlinhaus“ und „Goldstadt Pforzheim“ steht darauf zu lesen. Andere touristische Glanzlichter der Stadt werden Reisenden weiterhin nicht ins Auge fallen. In der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am Dienstag, 26. Juni, ab 16 Uhr wird das lange und kontrovers diskutierte Thema wohl ein letztes Mal beraten.

Zumindest macht das, was der WSP zusammengetragen hat, wenig Hoffnung darauf, dass zwischenzeitliche, hehre Pläne doch noch einmal Fahrt aufnehmen könnten. Wie berichtet, hatte der Wildpark als die mit jährlich rund einer halben Million Besuchern größte Pforzheimer Attraktion darum gerungen, auf einer solchen touristischen Hinweistafel erscheinen zu dürfen. Der gut 200.000 Besucher pro Jahr zählende Gasometer mit seinem 360-Grad-Panorama wollte ebenfalls für sich werben. Die übergeordneten Behörden winkten jedoch ab.

Weil es laut Stadtverwaltung nur eine zusätzliche Hinweistafel mit identischem Motiv geben dürfe, der Wildpark ausscheide und das Nennen des kommerziell genutzten Gasometers „einen nicht abgrenzbaren Bezug zu dieser privatwirtschaftlichen Nutzung herstellen“ und „gegebenenfalls als unlauter wahrgenommen werden“ könnte, bleibt aus Sicht des Rathauses nur das Duplizieren des bisherigen Schilds für eine weitere Hinweistafel zwischen den Ausfahrten Süd und Ost. So könne man die „Möglichkeit zur touristischen Positionierung Pforzheims vollumfänglich und mit vertretbarem finanziellen Aufwand nutzen“: Die Kosten fürs neue Schild werden auf 5000 Euro geschätzt.

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