nach oben
Zeigen den Jugendlichen, was Feuerwehrarbeit ausmacht: Der Pforzheimer Stadtjugendwart Carsten Sorg und seine Stellvertreterin Miriam Lud (von rechts). Blaulicht-TV mit PZ-Redakteurin Carolin Ulbrich und Mediengestalter Marc Dietz begleitet einen Übungsstunde der Gruppe. pLATZER
Zeigen den Jugendlichen, was Feuerwehrarbeit ausmacht: Der Pforzheimer Stadtjugendwart Carsten Sorg und seine Stellvertreterin Miriam Lud (von rechts). Blaulicht-TV mit PZ-Redakteurin Carolin Ulbrich und Mediengestalter Marc Dietz begleitet einen Übungsstunde der Gruppe. pLATZER
03.02.2012

Blaulicht-TV: Auf dem Weg zu Lebensrettern

Blaulicht-TV besucht die Jugendfeuerwehr-Gruppe in Würm. Schon früh den Nachwuchs für den aktiven Dienst sichern.

Mit Helm, Rucksack und Uniform ausgestattet kriechen zwei Kinder im Feuerwehrhaus in Würm auf dem Boden entlang. Sie tragen eine Schutzbrille, durch die sie nichts sehen, und sollen durch abtasten eine vermisste Person in einem Raum finden. Mit solchen und ähnlichen Übungen bereitet die Jugendfeuerwehr sich auf den aktiven Dienst bei der Feuerwehr vor.

Jugendfeuerwehr bedeutet vor allem ein ständiges Werben um den Nachwuchs: „Die Pforzheimer Jugendfeuerwehr hat insgesamt 111 Mitglieder“, sagt Stadtjugendwart Carsten Sorg. Darunter sind auch die 17 Jugendlichen in Würm. „Wir spüren sehr stark die Konkurrenz der anderen Vereine, deshalb müssen auch wir immer stärker für unseren Nachwuchs werben“, sagt Sorg. Früher habe es nicht so viele alternative Angebote für die Jugendlichen gegeben, auch Schule und Ausbildung binde die jungen Menschen heute sehr viel mehr als noch vor einigen Jahren.

Jugendarbeit wie in Vereinen

Zur Jugendfeuerwehr gehört aber nicht nur das Training für die späteren Einsätze. „Wir betreiben Jugendarbeit wie viele andere Vereine auch“, sagt der Stadtjugendwart. Fußball, andere sportliche Aktivitäten, Spiele und die Teilnahme an Wettkämpfen stehen daher regelmäßig auf der Tagesordnung der Jugendfeuerwehr.

Doch auch die Ausbildung, zum Beispiel an den Geräten, spielt eine große Rolle. „So können wir unseren Nachwuchs für später fit machen, damit die jungen Menschen dann in den aktiven Dienst übertreten können“, sagt er.

Immer mehr Mädchen

Wie auch Miriam Lud. Die stellvertretende Stadtjugendwartin kam nach der Brandschutzerziehung in der vierten Klasse zur Jugendfeuerwehr und ist bis heute dabei geblieben. „Es werden auch immer mehr Mädchen, die bei uns mit machen“, sagt sie. Etwa 30 Prozent der Jugendfeuerwehr sei weiblich, in der Abteilung in Würm haben die Mädchen die Jungs sogar schon überholt. „Es ist halt einfach alles insgesamt offener geworden“, sagt Miriam Lud.

Auch die beiden 14 Jahre alten Mädchen Lena Burkhardt und Kathrin Sporn sind gerne mit dabei. „Ich finde es spannend, Feuer aus der Nähe zu sehen, die Geräte richtig einzusetzen und Menschen helfen zu können“, sagt Lena. Durch Vater und Schwester, die beide bei der Feuerwehr sind, ist auch sie dazu gekommen. Und auch Kathrin will später in den aktiven Dienst wechseln. „Mir gefällt die Arbeit sehr und es macht mir Spaß, so viele Dinge zu lernen“, sagt sie. Lena gefällt auch der Zusammenhalt der Gruppe und die Möglichkeit, sich jeden Mittwoch zu treffen. Die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr sind übrigens ein Mindestalter von zehn Jahren und ein Interesse an der Arbeit der Feuerwehr, „ansonsten sind wir für alle Jungs und Mädchen offen“, sagt Sorg.