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Die eisigen Wetterverhältnisse haben am Montagmorgen in Pforzheim und dem Enzkreis keinen nennenswerten Schaden mehr angerichtet. © dpa
21.01.2013

Blitzeis und Schnee: Blechschäden in der Region

Pforzheim/Enzkreis. Die eisigen Wetterverhältnisse haben am Montagmorgen in Pforzheim und dem Enzkreis keinen nennenswerten Schaden mehr angerichtet. Maximal drei kleinere Unfälle vermeldete die Pforzheimer Polizei. Es handelte sich dabei lediglich um Blechschäden. Auch für die Feuerwehr war es eine ruhige Nacht. Sie musste kein einziges Mal ausrücken.

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Am Sonntag war die Situation auf den Straßen noch weit dramatischer gewesen. Neben zahlreichen Unfällen mit einem Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro, waren einige Polizisten am Sonntagmorgen nicht einmal auf ihre Reviere gekommen. Zum Teil musste der Nachtdienst länger bleiben mussten.

Im gesamten Baden-Württemberg hat die Polizei während der Glatteis-Warnung 1073 Verkehrsunfälle gezählt. Ein Mann sei ums Leben gekommen, berichtete das Lagezentrum des Landesinnenministeriums. 58 Menschen wurden am Sonntag verletzt, 14 davon schwer. Der Sachschaden betrage mehr als drei Millionen Euro. Ein Rentner verunglückte in Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil) tödlich, als er einen Gehweg streute. Wie die Polizei berichtete, stürzte er auf den Hinterkopf und starb am Nachmittag an seinen Verletzungen.

Dramatische Auswirkungen hatten die eisigen Verhältnisse im Rhein-Neckar-Kreis. Vereiste Oberleitungen hatten am Montagmorgen den gesamten Straßenbahnverkehr in der Kurpfalz zum Erliegen gebracht. Mannheim und Heidelberg sowie die Region Bergstraße seien besonders stark betroffen, sagte eine Sprecherin der Verkehrsbehörde. Leitungen und Fahrzeuge waren durch starken Eisregen derart zugefroren, dass der Verkehr eingestellt werden musste. Auch auf den Straßen herrschte Eisglätte, so dass in Mannheim auch der Ersatzverkehr mit Bussen eingestellt wurde. Züge und S-Bahnen befahren die Region nach Angaben der Bahn ohne Einschränkungen. Für die Autofahrer im Rest des Landes begann die Woche weitgehend normal. «Die üblichen Staus an einem Montag», sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium.