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•Volker Arnold aus Mönsheim hat den Blutmond nahezu perfekt getroffen. Schon bei der Teilfinsternis im vergangenem Jahr gelangen ihm gute Schnappschüsse vom Erdtrbanten. Foto: Privat
29.07.2018

Blutmond: Die Region beobachtet das Spektakel am Nachthimmel

Pforzheim/Schömberg/Enzkreis. Eigentlich ist der Schömberger Ortsteil Bieselsberg ein beschauliches, ruhiges Dörfchen, das inmitten von Wäldern und Wiesen auf der Höhe liegt. Doch am vergangenen Freitagabend war alles anders.

Die Straßen waren zugeparkt, und Menschen strömten zu der kleinen Sternwarte, die am südlichen Ortsrand steht und das freie Feld überblickt. Auch dieses Feld, auf dem Kühe friedlich grasten, war am Freitagabend mehr als gut bevölkert. Bereits gegen 20 Uhr waren rund 50 Personen mit Klappstühlen, Picknickdecken und -körben, eigenen Teleskopen und Fotoapparaten auf Stativen vor Ort, um sich die besten Plätze für die totale Mondfinsternis zu sichern, die über Deutschland ab 21 Uhr zu sehen sein sollte. Und im Minutentakt kamen mehr hinzu.

Bildergalerie: Fotos der PZ-Leser vom Blutmond über der Region (Teil 1)

Gegen 21.15 Uhr waren es bereits gut 200 Besucher aus der gesamten Region. Darunter Einheimische, Familien aus Niefern-Öschelbronn, Nussdorf im Landkreis Ludwigsburg, aus Pforzheim-Büchenbronn, oder sogar aus dem Heidelberger Raum. „Die Faszination für unser Weltall beginnt schon im Kindesalter, wenn man Astronaut werden will“, erinnert sich Andreas Baumann aus Neuhausen-Steinegg. Er habe in der „Pforzheimer Zeitung“ gelesen, dass die Sternwarte ihre Türen für das Himmelsereignis öffne und sich auf den Weg gemacht. Auch die Tatsache, dass er auf einen Rollstuhl angewiesen ist, habe daran nichts geändert. Für ihn war klar: „Das schau ich mir an“, so Baumann, der dann wie viele andere auch ungeduldig darauf wartete, dass das Himmelspektakel endlich seinen Lauf nahm.

Bildergalerie: Fotos der PZ-Leser vom Blutmond über der Region (Teil 2)

„Das große Interesse freut uns natürlich“, so Martin Tischhäuser, erster Vorsitzender des Astronomischen Arbeitskreises Pforzheim, den es seit 1982 gibt und der aktuell 60 Mitglieder hat. Insbesondere der Standort der Sternwarte, die seit Herbst 2003 in Betrieb ist, sei ideal: ein Südhang in knapp 600 Metern Höhe, mitten im dünn besiedelten Nordschwarzwald. Hinzu komme die Streulichtarmut und geringe Wahrscheinlichkeit von Nebel dieser Lage.

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