nach oben
Bislang sah der Rettungsplan vor, dass Schüler und Lehrer im Falle eines Brandes sich auf den Terrassen des Gebäudes retten und dort auf die Feuerwehrleute warten. Jüngste Erkenntnisse gehen aber davon aus, dass die Rettung mit Leitern zu lange dauert und deshalb ein zweiter 

Rettungsweg geschaffen werden muss.
Bislang sah der Rettungsplan vor, dass Schüler und Lehrer im Falle eines Brandes sich auf den Terrassen des Gebäudes retten und dort auf die Feuerwehrleute warten. Jüngste Erkenntnisse gehen aber davon aus, dass die Rettung mit Leitern zu lange dauert und deshalb ein zweiter Rettungsweg geschaffen werden muss. © Bechtle
15.05.2011

Bohrainschule braucht dringend neuen Brandschutz

PFORZHEIM. Die Meldungen aus den Schulen reißen nicht ab: Jetzt muss die Bohrainschule umgehend einen zweiten Rettungsweg erhalten, um den Brandschutz zu gewährleisten. Kostenpunkt: rund 129.000 Euro.

„Wir haben uns bislang sicher gefühlt“, erklärt Sabine Ott, kommissarische Schulleiterin an der Bohrainschule, auf PZ-Anfrage. Dennoch: Auch an der Förderschule sieht das Gebäudemanagement der Stadt jetzt Handlungsbedarf in Sachen Brandschutz. Deshalb müssen die Mitglieder des Finanzausschusses am kommenden Dienstag über die Bereitstellung überplanmäßiger Mittel abstimmen. Es kommen zusätzliche Kosten in Höhe von rund 129 000 Euro hinzu, um den Brandschutz gewährleisten zu können.

Trennwände aus Holz

Bei einer Brandschutzbegehung im Oktober 2009 sei festgestellt worden, dass in dem Gebäude keine einzelnen Rauch- und Brandabschnitte gebildet worden seien, schreibt Stefan Tetting vom Gebäudemanagement in seiner Begründung für die Sanierung. Die Trennwände zwischen den einzelnen Räumen sind aus Holz und im Falle eines Brandes könnte sich Rauch und Feuer uneinschränkt ausbreiten. Bislang hatten die Rettungspläne vorgesehen, dass die Schüler und Lehrer im Falle eines Feuers auf die angrenzenden Terrassen flüchten und dort „in der frischen Luft“ auf die Retter warten sollten, wie Tetting erläutert.

Neuste Erkenntnisse hätten jetzt aufgezeigt, dass die Rettung mit den Leitern zu langwierig sei. Aufgrund dieser Erkenntnis hätten das Baurechtsamt sowie die Feuerwehr gefordert, dass eine Brandmeldeanlage einbaut und ein zweiter Rettungsweg geschaffen wird. „Unsere Schule ist rettungstechnisch schlecht konstruiert“, erklärt die kommissarische Schulleiterin Sabine Ott. Deshalb seien in der Schule regelmäßig Brandschutzübungen abgehalten worden, so die Pädagogin. Zusätzlich sei eine Brandmeldeanlage in den vergangenen Weihnachtsferien eingebaut worden, ist in der Beilage zu lesen. „Sie ist am Donnerstag frei geschaltet worden“, teilt Sabine Ott mit.

Wenn der Finanzausschuss am Dienstag grünes Licht gibt, sollen die Handwerker in den Sommerferien anrücken. Geplant sei, dass Nottreppen, aber auch zusätzliche Türen in die Klassenzimmer eingebaut werden, die dann ins Freie führen.