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Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer besichtigt am Mittwoch den Pforzheimer Hauptbahnhof.
Boris Palmer in Pforzheim über die Bahn der Zukunft © dpa
23.03.2011

Boris Palmer: Stuttgart 21 erlaubt keine Zuwächse im regionalen Bahnverkehr

ENZKREIS/PFORZHEIM. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der sich als Vertreter der Grünen bei der Schlichtung des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 einen Namen gemacht hatte, schilderte am Mittwoch bei einem Besuch in Pforzheim die Auswirkungen des geplanten Durchgangsbahnhofs auf den Zugverkehr in Pforzheim und im Enzkreis. "Das künftige Nadelöhr in Stuttgart-Zuffenhausen lässt keine Zuwächse mehr in der Region Nordschwarzwald zu", sagte Palmer.

Wenn die Region künftig zwei oder drei zusätzliche Züge wünsche, dann gehe das nicht mehr", so Palmer. Die Anbindung  über Stuttgart zum Flughafen oder zur Messe werde "dramatisch überschätzt", sagte Palmer. Nur ein Prozent der Fahrgäste würden in Stuttgart den Flughafen ansteuern. Die hohen Investitionen und weitere Kosten, die die Bahn sowie das Land aufbringen müssten, um das Ergebnis der Schlichtung zu erfüllen, würden zum Beispiel in der Bildung fehlen, sagte Palmer. rst