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Hannah Jasna Hess (links) und Britt Abrecht präsentieren stolz das Filmplakat zu ihrem Streifen. Foto: Frommer
Hannah Jasna Hess (links) und Britt Abrecht präsentieren stolz das Filmplakat zu ihrem Streifen. Foto: Frommer
10.06.2018

Botschaft vom Berlinale-Direktor zur Premiere von „Im Schatten der Sonne“ im KoKi

Pforzheim. Ein außergewöhnlicher Film und eine ganz besondere Premiere: Selbst Berlinale-Direktor Dieter Kosslick ließ es sich nicht nehmen, zur ersten öffentlichen Vorführung des Independent-Films „Im Schatten der Sonne“ eine Video-Grußbotschaft ins voll besetzte Kommunale Kino zu senden.

Hirn und Herz des 90-minütige Spielfilms sind Britt Abrecht (Regie) und Hannah Jasna Hess (Hauptrolle „Sophie“) – Idee und Initiative, Drehbuch und die gelungene Verwirklichung des anspruchsvollen Projekts haben sie in einer gemeinsamen Energieleistung geschultert, nachdem beide bei vorangegangenen kleineren Produktionen rasch erkannt hatten, wie gut sie sich gegenseitig ergänzen können.

Straffer Drehplan

Ihnen standen bei „Im Schatten der Sonne“ Freunde, Verwandte und eine gut zwei Dutzend Mitglieder zählende Film-Crew zur Seite, die bereit war, sich zwischen Juli und August 2017 der Herausforderung eines überaus straffen Drehplans zu stellen – ohne Honorar, denn dem Film stand nur ein enges Budget von rund 3500 Euro zur Verfügung. Zwanzig der beteiligten Darsteller und Techniker des verschworenen Teams waren zur Premiere ins KoKi gekommen – sichtlich stolz und allerbester Laune.

Aber der Reihe nach: Die Darsteller/innen und ihre Rollen im Indie-Film „Im Schatten der Sonne“ sind Hannah Jasna Hess („Sophie“), Danijel Marsanic („Emil“), Ruben Dietze („Adrian“), Dorothea Förster („Nele“), Joschka Kientsch („Tom“), Claudia Mahon („Anne“), Finja Berndt („Mia“), Lias Fitterer („Elias“), Elisabeta Kleitsch („Bea“), Stoimir Ivandic („Alex“), Joachim Kania „Dr. Berger“ und Rainer Köhler (als „Moderator“). Das Talent von Hannah Jasna Hess kennt man in der Goldstadt vor allem durch mehrere brillante ATV-Engagements, beispielsweise in ihrer noch aktuellen Hauptrolle der „Medea“. Mehrere Close-ups bei „Im Schatten der Sonne“ belegen erneut ihre herausragende Klasse, beispielsweise als ihr Gesicht innerhalb von vielleicht sechs, höchstens zehn Sekunden die ganze emotionale Bandbreite zwischen Lob für den jüngeren Film-Bruder und Hass auf die ehrgeizige Mutter zeigt. Auch die männlichen Rollen des Streifens sind adäquat besetzt: Als „echt coole Socken“ entpuppen sich Danijel Marsanic und der an den Rollstuhl gefesselte Schauspieler Joschka Kientsch, dessen humorvoller Part geradezu ein Geschenk ist, ein willkommenes Gegengewicht zur Tragik der Handlung, die hier selbstverständlich nicht verraten wird. Nur so viel: Gewidmet haben Britt Abrecht und Hannah Jasna Hess ihren Erstling, wie sie betonen, „den Helden, die trotz Rollstuhl fliegen lernen“.

Übrigens: Die Handlung spielt in Pforzheim und Umgebung – Drehorte waren die Arcus-Klinik, der Baggersee Grötzingen, der Enzauenpark, die Boutique Kleiderordnung, die Ruine des Klosters Hirsau, Osterfeld-Studio und -Schule, die Praxis Elisabeta Kleitsch, Schlosskirche und Schlössle-Galerie, die Strandbar und die Weinberge Dietlingens.

Weitere Vorstellungen im Kommunalen Kino, Schlossberg 20, Pforzheim: Montag, 11. Juni, ab 20.15 Uhr, Samstag, 28. Juli, ab 21 Uhr, Montag, 30. Juli, ab 18 Uhr und Sonntag, 5. August, ab 19 Uhr. Online-Kartenvorbestellung unter: http://kommunales-kino-pforzheim.de/ movie/im-schatten-der-sonne