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Viele Grundstücke rücken gerüchteweise als möglicher Standort für weitere Flüchtlingsunterkünfte in den Blick – so auch diese Brache an der Berliner Straße neben der Arbeitsagentur.
Viele Grundstücke rücken gerüchteweise als möglicher Standort für weitere Flüchtlingsunterkünfte in den Blick – so auch diese Brache an der Berliner Straße neben der Arbeitsagentur.
03.11.2015

Brache an Berliner Straße könnte zur Asylunterkunft werden

Wie bereitet man sich auf Aufgaben vor, deren Ausmaß nicht abzusehen ist? Wo können Flüchtlinge vorläufig untergebracht werden? Und wo sollen jene dauerhaft wohnen, deren Asylantrag positiv beschieden wird? Fragen wie diese treiben die Pforzheimer Stadtverwaltung um. Da ist es kein Wunder, dass fast jedes freie Areal als möglicher Asyl-Standort in den Fokus rückt.

Nach PZ-Informationen soll die Brache an der Berliner Straße, die an die Agentur für Arbeit angrenzt, ein solches Grundstück sein, das die Stadt ins Visier genommen hat. Gerüchte machen die Runde, dass dort Container für Flüchtlinge aufgestellt werden könnten. Von der Nürnberger Gebäude-, Bau- und Immobilienmanagement GmbH, die für die Bundesagentur für Arbeit solche Geschäfte abwickelt, war dazu gestern keine Stellungnahme zu erhalten. Auch der städtische Sprecher Michael Strohmayer bleibt allgemein. Die Stadt schaue sich laut Strohmayer nicht zuerst nach Platz für Container um – diese sind aktuell kaum noch zu haben. Händeringend gesucht werden Grundstücke für sozialen Wohnungsbau – nicht nur für Flüchtlinge.

Nicht nur Pforzheim beschäftigt sich mit möglichen Szenarien (die PZ berichtete), auch den Städtetag Baden-Württemberg treibt die Frage um, welche Belastungen auf seine Mitglieder zukommen. „Das ist außerordentlich schwierig“, sagt Hauptgeschäftsführerin Gudrun Heute-Bluhm über die Arbeit an einem Szenario für den Südwesten. Auch auf Bundesebene kooperieren die Kommunen. „Wir sind im Gespräch mit dem Deutschen Städtetag, damit wir in den Verhandlungen mit dem Land bundesweit abgestimmte Zahlen vorlegen können“, sagt die frühere Lörracher Oberbürgermeisterin.

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