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Mit vier tiefen Stichwunden unter anderem im Bereich der Lunge wurde ein 39-jähriger Mann ins Krankenhaus eingeliefert. Er hatte zuvor in einem Wohnhaus Feuer gelegt und gedroht, sich selbst umzubringen. © Seibel
15.02.2011

Brandstifter: Vier tiefe Stichwunden, keine Lebensgefahr

PFORZHEIM. Der 39-jährige Mann, der am Montag gedroht hatte, ein Haus im Pforzheimer Stadtteil Mäuerach mit Propangas in die Luft zu jagen und von der Polizei überwältigt wurde, ist außer Lebensgefahr. Er hatte sich insgesamt vier tiefe Stichwunden zugefügt, zwei davon in die Lunge.

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Der Mann wurde in die Intensivstation eingeliefert. Noch sagt er nicht, was ihn dazu gebracht hat, die Taten zu begehen, die man ihm wahrscheinlich vorwerfen wird: versuchte schwere Brandstiftung – er legte in zwei Wohnräumen Feuer – und versuchtes Herbeiführen einer Explosion.

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Oberstaatsanwalt Christoph Reichert bestätigte PZ-Informationen, wonach es sich bei dem Mann um einen US-Staatsbürger handelt, der aus Österreich nach Pforzheim kam. Dort lebte er drei Jahre lang mit Frau und Kind. Offensichtlich kam es zu einer Trennung, denn kurz vor Weihnachten zog der 39-Jährige zu seiner Tante in das Haus am Gartenweg.

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Die 73-Jährige hatte noch versucht, ihn davon abzuhalten, das Haus in die Luft zu jagen – das jedenfalls drohte er an. Die Frau alarmierte die Polizei, die ebenso wie Rettungsdienst und Feuerwehr anrückte und mehrere Nachbarhäuser evakuierte. Die Verhandlungen mit dem offensichtlich psychisch angeschlagenen Mann dauerten vier Stunden.

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Nicht ausgeschlossen ist nach Reicherts Worten, dass seine Schuldfähigkeit beeinträchtigt gewesen sein könnte. Wenn er wieder auf den Beinen ist, wird man den Mann begutachten – möglicherweise mit dem Ergebnis, ihn zunächst in einer geschlossene psychiatrische Einrichtung unterzubringen.