nach oben
Aufatmen bei der Feuerwehr Pforzheim: Die Weihnachtstage verliefen relativ ruhig.
Aufatmen bei der Feuerwehr Pforzheim: Die Weihnachtstage verliefen relativ ruhig. © Symbolbild: dpa
26.12.2011

Brennender Jet, aber kein Christbaum in Flammen

Sechs Einsätze in Pforzheim, fünf Einsätze im Enzkreis - es gab schon wesentlich schlimmere Weihnachtstage für die Feuerwehr Pforzheim. Aus Sicht der Rettungskräfte verliefen die Feiertage sehr ruhig, nicht zuletzt auch weil die obligatorischen Advents- und Christbaumbrände ausblieben. Ganz ohne Einsätze aber ging es nicht. Und: Bei der Leitstelle der Feuerwehr Pforzheim sind am Heiligen Abend zahlreiche Notrufe eingegangen, die ein brennendes und abstürzendes Flugzeug meldeten.

Die Feuerwehr Pforzheim musste zu zwei Feuermeldungen und vier Hilfeleistungs-Einsätzen ausrücken, die Schäden waren aber in allen Fällen gering. Die Feuerwehren im Enzkreis wurden drei Mal zu Brandeinsätzen und zweimal zu einer Hilfeleistung gerufen, auch hier gab es keine größeren Schäden.

Ganz ohne Schaden endete die Geschichte mit dem brennenden Flugzeug. Da die genaue Einsatzstelle nicht lokalisiert werden konnte, nahm die Leitstelle zunächst Kontakt mit den umliegenden Leitstellen, dem Flughafen Stuttgart und der Luftüberwachung auf. Nach Auskunft der Flugsicherung wurde kein Flugzeug vermisst, so dass die Vermutung aufkam, es könnte sich um verglühende Teile eines Satelliten handeln. Später verdichteten sich die Anzeichen, dass ein Teil einer Sojusrakete beim Wiedereintritt in die Atmosphäre in 80 bis 90 Kilometer Höhe verglühte.

Außer diesen Einsätzen haben die Beamten in der Feuerwehrleitstelle über die Weihnachtstage noch sechs Störmeldungen für die Stadtwerke und den Notruf der Handwerker-Innungen angenommen und bearbeitet.

Auch wenn glücklicherweise die weihnachtstypischen Brände von Adventskränzen und Weihnachtsbäumen ausgeblieben sind, rät die Feuerwehr weiterhin zur Vorsicht. Schließlich bleiben in vielen Familien die Weihnachtsbäume noch bis zum 6. Januar stehen. Und damit werden sie immer trockener und leichter brennbar. Sicherheitsratschläge gibt es auf der Feuerwehr-Homepage.