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Lieben Gesellschaftsspiele und legen diese allen ans Herz, weil es einfach Spaß macht: Renate Wimmer und Andrea Simolka-Walter (von links).  Foto: Warzecha 

Brettspiele locken viele Interessierte zu Jubiläumsveranstaltung im Schützenhaus

Pforzheim. Pforzheim. „Unser Anliegen ist es, das Kulturgut Brettspiele nicht untergehen zu lassen und Alternativen zu elektronischen Spielen zu finden“, sagte Renate Wimmer. Mit ihrem Ehemann Uwe Dupper hat Wimmer die Jubiläumsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Geocacher Pforzheim und Umgebung und des Brettspielkreises Wiernsheim organisiert.

Unter dem Motto „... ist auch nur ein Spiel“ kamen am Samstag rund 80 Personen ins Schützenhaus. Konzentrierte Gesichter und strahlende Augen waren zu sehen, als die Besucher Brett- oder Würfelspiele aus dem Spieleflohmarkt oder eines der 100 Spiele aus der Tombola spielten. Bei „Klack!“ konnten Spieler beispielsweise ihre Reaktionsfähigkeit testen, indem sie Farben und Formen erkennen mussten, die die Würfel vorgaben.

Das sagte Wimmer, die als sogenannte Spielererklärerin nicht nur in ihrem alle zwei Wochen stattfindenden Brettspielkreis in Wiernsheim tätig ist, sondern auch als Schulsekretärin an der dortigen Gemeinschaftsschule Brettspielnachmittage mit Schülern, Eltern und Lehrern organisiert. Beim Spielen selbst stelle sich unter allen Emotionen, die die Spieler bewegten, zum Beispiel die Frage „Wer ist der ehrgeizigere Spieler? Das Ehepaar Mona und Hubert aus Stuttgart hatte die Rollen klar getrennt, während sie zusammen mit zwei weiteren Spielern das Spiel „Der Kartograph“ aus dem Pegasus Spiele-Verlag spielten. Beide ärgern sich sehr, wenn sie verlieren, wie sie sagten. Wenn er verliere, sei aber das Spiel „blöd“, wohingegen, bei ihr das Spiel noch eine Chance hat. Silvia Lutzei aus Wiernsheim hingegen hatte eines der Spiele, die sie auf einer der vorherigen Veranstaltungen gespielt hatte, prompt als Geburtstagsgeschenk erhalten.

Die Erlöse aus der Tombola unterstützen in Form von Spielen drei verschiedene gemeinnützige Einrichtungen, die Wimmer diesen zur Verfügung stellt. Andrea Simolka-Walter, die mit dem Integrationsprojekt „Tankstelle“ Kinder und Familien im sozialen Wohngebiet „Nöttinger Straße“ unterstützt, erhielt an diesem Abend zwölf Spiele, mit denen sie Teamfähigkeit und Sozialkompetenz der dortigen Kinder unterstützen kann. Als bekennende Christin sagte sie über ihre Arbeit „Gott hat mir diese Kinder ans Herz gelegt.“ So hatten sie und Renate Wimmer sich auch sprichwörtlich „gesucht und gefunden“, denn Wimmer möchte angesichts des zehnjährigen Jubiläums „Einrichtungen unterstützen, die nicht mit Geld überschüttet werden, in denen aber Gutes getan wird.“