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14.03.2012

Brille, Gebiss, Schirm, Jacken - der Fundsachen-Verkauf im Rathaus bietet viel Kurioses

Pforzheim. Eine Brille, ein Schirm, ein Gebiss, dazu Jacken, Taschen, Schlüssel. Das Sortiment ist breit gefächert und bietet reichlich Überraschungen. Beim Fundsachen-Verkauf im Pforzheimer Rathaus trifft Alltägliches auf Kurioses. Und auch die Kundschaft ist bunt gemischt.

In Pforzheim werden im Jahr 700 bis 900 Gegenstände gefunden und bei der Stadtverwaltung abgegeben. Ist die Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten abgelaufen und wurden die Fundgegenstände weder vom Verlierer noch vom Finder abgeholt, dann darf die Stadt die Sachen verkaufen.

Für manche Besucher des Fundsachen-Verkaufs ist das Kuriositätenkabinett eine wahre Schatzgrube. Brigitte Jung zum Beispiel hat hier vor drei Jahren "das Schnäppchen ihres Lebens" gemacht. Für 5 Euro ergatterte sie ein Brillengestell. Ihr Optiker bestätigte ihr einen Wert zwischen 130 und 200 Euro.

Elif Aksötz ist eine echte Stammkundin. Heute hat sie gleich zwei Kisten voller Sachen erworben. Für ihre kleine Tochter gab es sogar einen „Hello Kitty“-Regenschirm.

Alexandra Lachenauer-Engisch vom Amt für öffentliche Ordnung Pforzheim berichtet von einem Gebissfund, bei dem der Finder darauf bestand, die künstliche Zahnreihe wieder zurückzubekommen, wenn sich der Verlierer der Beißerchen nicht melden würde. Seine Begründung: Da sei ein Goldzahn eingearbeitet worden. Er konnte dann das Gebiss in der Tat nach Hause nehmen, da kein Zahnloser einen Verlust angemeldet hatte. TV-BW

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