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Gibts für die Büchenbronner in Sachen weiterführende Schule einen Grund, zu lachen? Das hoffen Ortsvorsteher Bernhard Schuler (rechts), Waldschul-Rektor Michael Nowotny (daneben) im Gespräch mit Bürgermeister Frank Fillbrunn.  Fotos: Lorch-Gerstenmaier 

„Bringt die Bildung in die Peripherie!“ Weiterführende Schule in Büchenbronn keine Utopie mehr

Pforzheim-Büchenbronn. Wer die Ohren spitzt und auf Feinheiten achtet, erkennt durchaus Nuancen, die zwischen dem ersten Auftreten von Schul- und Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn vor einem Jahr und aktuell im Büchenbronner Ortschaftsrat liegen – Stichwort Waldschule. Deutlich wie noch keiner vor ihm hatte Fillbrunn den frustrierten Räten erklärt, er sehe keine Chance für eine Aufstockung der Waldschule als Realschule. Kein Bedarf. Nun sieht die Sache im Licht von zu erwarteten rund zusätzlichen 1000 Grundschüler bis 2024/25 etwas anders aus.

Darauf setzt man in Büchenbronn, argumentiert – wie gehabt – mit einer nahezu perfekten Infrastruktur im Höhenstadtteil. Immerhin verspricht Fillbrunn – erst bei einem Vorgespräch in der Waldschule, später im Rathaus bei der anschließenden Ortschaftsratssitzung –, die steigenden Schülerzahlen würden in der Gesamtabwägung „Berücksichtigung finden“.

Er garantiere „eine vernünftige Abwägung“, äußert Verständnis für die Interessen und Argumente der Büchenbronner, schließt jedoch einen Automatismus aus. Allerdings muss allen Beteiligten klar sein: Falls es zum Ausbau der Waldschule käme, würden für eine mindestens zweizügige Realschule die bisherigen Räume nicht ausreichen, merkt beim Gedankenaustausch auch Schulleiter Michael Nowotny an. Er richtet „durch die Augen der Schüler“ einen Appell an die Stadtoberen (und letztlich den Gemeinderat): „Bringt die Bildung in die Peripherie!“ Zumal die Rahmenbedingungen in Büchenbronn stimmten.

Mehr über die Ratssitzung in Büchenbronn lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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